Karfreitag: Polizei in Mecklenburg-Vorpommern startet Großkontrollen gegen Autoposer
Das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat für den Karfreitag landesweite Schwerpunktkontrollen gegen sogenannte Autoposer angekündigt. Hintergrund ist die Tatsache, dass sich der Feiertag in der Tuning- und Autoszene als sogenannter Car-Friday etabliert hat. Innenminister Christian Pegel betonte dabei eine klare Linie der Null-Toleranz zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.
Fokus auf illegale Rennen und technische Manipulationen
Im Fokus der Kontrollen stehen insbesondere illegale Rennen, technische Manipulationen an Fahrzeugen sowie das Posing auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen. Der SPD-Politiker Pegel erklärte dazu: „Illegale Rennen sind kein Spaß, sondern eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Wer glaubt, öffentliche Straßen als Rennstrecke nutzen oder mit illegalen Umbauten ungestraft Aufsehen erregen zu können, irrt sich gewaltig.“
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass es an diesem Tag vermehrt zu gefährlichen Manövern, unzulässigen Veränderungen an Autos und riskantem Fahrverhalten komme. Die Entwicklung der Strafanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern zeige über die Jahre einen deutlichen Anstieg.
Alarmierende Zahlen aus dem Vorjahr
Allein im Jahr 2025 wurden in diesem Zusammenhang 206 Straftaten registriert. Davon waren 27 Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt 18 Personen zu Schaden kamen. Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit der angekündigten Maßnahmen.
Der aktuell gültige bundeseinheitliche Tatbestandskatalog eröffnet weitreichende Sanktionsmöglichkeiten. So drohen etwa auch bei Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren und bei vermeidbaren Lärm- und Abgasbelästigungen Bußgelder. Autorennen gelten seit 2017 ohnehin nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat.
Konsequente Ahndung aller Verstöße
„Wir werden konsequent kontrollieren und Verstöße ohne Ausnahme ahnden“, so Innenminister Pegel weiter. „Unsere Botschaft ist klar: Null Toleranz zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“ Die Polizei wird daher mit verstärkten Kräften im Einsatz sein, um die Sicherheit auf den Straßen des Bundeslandes zu gewährleisten.
Die Kontrollen sollen nicht nur repressiv wirken, sondern auch präventiv dazu beitragen, dass der Car-Friday nicht zu einem Tag erhöhter Gefährdung wird. Verkehrsteilnehmer werden aufgefordert, sich an die geltenden Regeln zu halten und rücksichtsvoll zu fahren.



