Bundesregierung startet 500-Millionen-Euro-Förderprogramm für E-Auto-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern
Förderprogramm für E-Auto-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern startet

Bundesregierung startet 500-Millionen-Euro-Förderprogramm für E-Auto-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern

Die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm für das Laden von Elektroautos in Mehrfamilienhäusern gestartet. Mit einem Volumen von 500 Millionen Euro soll der erhebliche Nachholbedarf bei Ladestationen in Mehrparteienhäusern angegangen werden. Anträge können ab sofort eingereicht werden.

Verbesserung der Lademöglichkeiten für Elektromobilität

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) betonte die Bedeutung des Programms: „Wir bringen die Elektromobilität entscheidend nach vorne und steigern ihre Nutzerfreundlichkeit.“ Laut Ministerium gibt es in Deutschland rund 20 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern mit etwa 9 Millionen Stellplätzen, von denen ein Großteil noch nicht mit Ladeinfrastruktur ausgestattet ist.

Der Ausbau der E-Mobilität gilt als zentraler Hebel für mehr Klimaschutz, insbesondere da der Verkehrssektor aktuell seine Klimaziele verfehlt. Das Potenzial für den Ausbau von Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern wird als erheblich eingeschätzt.

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Förderdetails und Antragsvoraussetzungen

Gefördert werden sowohl die Anschaffung als auch die Installation privater Ladeinfrastruktur, einschließlich:

  • Wallboxen und erforderliche technische Komponenten
  • Netzanschlüsse
  • Notwendige bauliche Maßnahmen

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass mindestens 20 Prozent der Stellplätze eines Mehrparteienhauses vorverkabelt oder mindestens 6 Stellplätze elektrifiziert werden. Die Förderbeträge pro Stellplatz sind gestaffelt:

  1. Maximal 1.300 Euro ohne installierte Wallbox
  2. Maximal 1.500 Euro mit Wallbox
  3. Maximal 2.000 Euro mit Ladepunkt für bidirektionales Laden

Antragsberechtigte und Fristen

Antragsberechtigt sind verschiedene Gruppen:

  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Kleine und mittlere Unternehmen
  • Privateigentümer von vermietetem Wohneigentum
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Immobilienunternehmen mit größerem Wohnungsbestand

Die Antragstellung ist bis zum 10. November 2026 möglich. Dies gibt den Beteiligten ausreichend Zeit, ihre Projekte zu planen und umzusetzen.

Handlungsbedarf in Mehrparteienhäusern

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte bereits auf ein bestehendes Ungleichgewicht bei den Ladestellen hingewiesen. VDA-Präsidentin Hildegard Müller erklärte Ende März: „Etwa drei Viertel der E-Auto-Besitzer wohnen derzeit in eigenen Häusern, während nur rund ein Viertel zur Miete oder in einer selbst genutzten, eigenen Wohnung lebt.“

Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf, die Lademöglichkeiten auch in Mehrparteienhäusern zu verbessern. Die Ladesituation in solchen Gebäuden wird als kritisch eingestuft, was die Attraktivität von Elektroautos für Mieter und Wohnungseigentümer beeinträchtigt.

Das neue Förderprogramm der Bundesregierung soll hier Abhilfe schaffen und den Weg für eine breitere Nutzung von Elektrofahrzeugen in städtischen Wohngebieten ebnen. Durch die finanzielle Unterstützung sollen Eigentümer und Vermieter motiviert werden, in die notwendige Infrastruktur zu investieren und so einen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten.

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