Plattdeutsch erlebt Renaissance in Demmin
In der malerischen Stadt Demmin erlebt die niederdeutsche Sprache, umgangssprachlich als Plattdeutsch bekannt, ein bemerkenswertes Revival. Der dortige Freundeskreis Niederdeutsch verzeichnet einen stetigen Zuwachs an Mitgliedern und Interessierten, die sich der Pflege dieser historischen Sprachform widmen.
Monatliche Treffen in gemütlicher Atmosphäre
Einmal im Monat versammeln sich die Plattsprecher in der gemütlichen Hanse-Bibliothek Demmin zu einem festen Ritual. Bei diesen Zusammenkünften wird nicht nur lebhaft geschnackt, sondern auch aus Lieblingstexten vorgelesen oder einfach aus dem Alltag erzählt. Karsten Behrens, der engagierte Organisator des Kreises, konnte im Februar bereits stolze 21 Teilnehmer begrüßen – eine Zahl, die den wachsenden Enthusiasmus für die Regionalsprache unterstreicht.
Das nächste Treffen findet bereits am Dienstag, den 24. März, um 15 Uhr in den Räumlichkeiten der Hanse-Bibliothek statt. Die Veranstaltung steht ausdrücklich auch Neugierigen offen, die sich erstmals mit dem Niederdeutschen beschäftigen möchten.
Vom Stigma zur geschätzten Tradition
Für diesen Aufschwung musste die plattdeutsche Sprache einen langen Weg zurücklegen. Jahrzehntelang galt Plattdütsch als verpönt und wurde oft mit der Landbevölkerung oder einfachen Verhältnissen assoziiert. Erst in jüngerer Zeit beginnt sich dieses Bild zu wandeln. Immer mehr Menschen, darunter auch Vertreter der jüngeren Generation, entdecken den Charme und den kulturellen Wert des Niederdeutschen neu.
Der Demminer Freundeskreis leistet hierbei Pionierarbeit. Durch die regelmäßigen, ungezwungenen Treffen schafft er einen Raum, in dem die Sprache nicht nur erhalten, sondern mit Leben gefüllt wird. Diese Initiative zeigt, wie regionale Traditionen durch gemeinsames Engagement eine neue Blütezeit erleben können.



