Gesichter Gegen Rechts: Fotoshooting für Demokratie am 23. April in Rostock
Fotoshooting gegen Rechts in Rostock am 23. April

Gesichter Gegen Rechts: Rostocker zeigen Haltung für Demokratie

Die Hansestadt Rostock wird am 23. April zum Schauplatz einer besonderen demokratischen Initiative. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, macht das bundesweit aktive Fotografie-Projekt „Gesichter Gegen Rechts“ an diesem Tag Station in der Ostseemetropole. Die Aktion bietet allen Bürgern die Möglichkeit, mit ihrem Porträt ein klares Zeichen gegen rechtsradikale Hetze zu setzen.

Fototermin in der Stadtbibliothek

Das öffentliche Fotoshooting findet von 14 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek Rostock in der Kröpeliner Straße 82 statt. Interessierte können spontan vorbeikommen oder sich vorab über das Online-Buchungstool unter gesichtergegenrechts.org anmelden. Die Stadt betont jedoch, dass eine vorherige Registrierung nicht zwingend erforderlich ist. Die Veranstaltung richtet sich bewusst an Menschen aller Altersgruppen, Berufe und Hintergründe, die sich für Demokratie, Menschenrechte und eine vielfältige Gesellschaft einsetzen möchten.

Deutschlandtour mit 26 Stationen

Rostock ist eine von insgesamt 26 Städten, die die Initiative zwischen dem 7. April und 2. Mai 2026 auf ihrer Deutschlandtour besucht. Bereits im Oktober 2025 war „Gesichter Gegen Rechts“ in Schwerin zu Gast, wo unter anderem der Schweriner Malte Höners porträtiert wurde. Das Projekt versteht sich als Begegnungsort für demokratisch gesinnte Bürger, die vielleicht unterschiedliche Ansichten haben, aber in einem Punkt übereinstimmen: Die Unantastbarkeit der Menschenwürde.

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Stimme der Vielen gegen Rechts

„Viele Menschen unterschätzen die Wirkung ihrer individuellen Haltung“, erklärt Anne Manke, eine der Initiatorinnen des Projekts. „Unsere Erfahrung mit mehr als 2.200 fotografierten Gesichtern zeigt jedoch das Gegenteil. Wenn hunderte oder tausende Porträts sichtbar werden, entsteht eine kollektive Kraft, die Mut macht und demonstriert, dass unsere Demokratie von einer breiten Mehrheit getragen wird.“ Die entstandenen Aufnahmen werden auf der Projekt-Website, in sozialen Medien und bei verschiedenen Ausstellungen präsentiert.

Unabhängiges Engagement für die Zivilgesellschaft

„Gesichter Gegen Rechts“ ist ein unabhängiges Fotografie-Projekt der Fotografen Anne Manke, Samira Schulz, Arne Landwehr und Kai Mattern. Seit Projektbeginn porträtieren sie Menschen in ganz Deutschland und darüber hinaus, die sich klar für demokratische Werte, Offenheit und gegenseitigen Respekt einsetzen. Das Vorhaben lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Beteiligten sowie von Kooperationen mit Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kommunen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Fotograf Kai Mattern betont: „Unsere Shootings schaffen Räume, in denen sich Menschen verbinden, die in ihrer Ablehnung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vereint sind.“

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