Feuerwehrsport-Spaltung droht: Nach Hymnen-Eklat plant Feuerwehrmann eigene Meisterschaften
Feuerwehrsport-Spaltung nach Hymnen-Eklat droht

Feuerwehrsport-Spaltung droht: Nach Hymnen-Eklat plant Feuerwehrmann eigene Meisterschaften

Der Konflikt zwischen dem Feuerwehrverband und einem wegen des Deutschlandlieds entlassenen Feuerwehrmann aus Bad Belzig verschärft sich weiter. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, Rolf Fünning, wirft dem ehemaligen Wettkampfrichter Richard Münder vor, mit der Gründung einer Deutschen Feuerwehrsport Gemeinschaft die Feuerwehrwelt spalten zu wollen. Dies berichtete zuvor die „Märkische Allgemeine Zeitung“.

Historisch belastete Hymne löst Eklat aus

Der Hintergrund des Streits liegt im vergangenen Jahr: Bei der Eröffnung der Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport im sächsischen Torgau erklang die historisch belastete erste Strophe des Deutschlandlieds. Wettkampfrichter Münder hatte zuvor aus dem Internet alle drei Strophen in einer Gesangsversion von Heino heruntergeladen, wie er selbst erzählte.

Der Eklat hatte schwerwiegende Folgen: Sowohl der Deutsche Feuerwehrverband als auch der Landesfeuerwehrverband entbanden den ehrenamtlichen Feuerwehrmann aus Bad Belzig daraufhin von seinen Funktionen. Münder fühlt sich diskreditiert und zu Unrecht als Alleinschuldiger dargestellt. Aus Solidarität mit dem Feuerwehrmann gibt Schlager- und Volksmusikstar Heino am Abend in Bad Belzig ein Konzert.

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Neue Meisterschaften außerhalb des Verbandes geplant

Richard Münder erklärte, er habe die Deutsche Feuerwehrsport Gemeinschaft als eine Art Interessengemeinschaft mitgegründet. Dabei handle es sich um ein Zusatzangebot außerhalb der Strukturen des etablierten Feuerwehrverbandes. Geplant sei, jährlich eine Deutsche Meisterschaft für Feuerwehrsportler auszurichten, so Münder.

Verbandspräsident warnt vor Spaltung der Feuerwehrwelt

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Rolf Fünning, äußerte deutliche Bedenken: „Wir befürchten, dass es die Feuerwehrwelt spaltet.“ Zwar werde keinem Mitglied verwehrt, sich an der neuen Feuerwehrsport-Gemeinschaft zu beteiligen. Allerdings sei das Tragen von Kleidung und Insignien des Landesfeuerwehrverbandes bei solchen Aktivitäten untersagt, wie aus einem Schreiben Fünnings an den Präsidialrat des Landesverbandes hervorgeht.

Der Deutsche Feuerwehrverband organisiert die offiziellen Meisterschaften im Feuerwehrsport traditionell alle vier Jahre – zuletzt fand das Ereignis 2025 in Sachsen statt. Die geplanten neuen Wettbewerbe könnten diese etablierte Struktur nun herausfordern und zu parallelen Veranstaltungen führen.

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