FC Carl Zeiss Jena schließt historische Lücke: Neue Gründungsurkunde überreicht
FC Carl Zeiss Jena erhält neue historische Gründungsurkunde

FC Carl Zeiss Jena schließt historische Lücke mit neuer Gründungsurkunde

Der FC Carl Zeiss Jena hat eine bedeutende Lücke in seiner über 120-jährigen Vereinsgeschichte geschlossen. Bei einem Heimsieg gegen die BSG Chemie Leipzig übergaben Präsident Ralph Grillitsch und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Krug eine neue Gründungsurkunde an den Ehrenrat des Vereins. Das Originaldokument war seit Jahrzehnten verschollen.

Historisches Dokument seit 1966 verschollen

Der traditionsreiche Klub aus Thüringen wurde zwar bereits am 13. Mai 1903 gegründet, wurde jedoch später in 1. SV Jena umbenannt. Erst am 20. Januar 1966 erhielt der Verein seinen historischen Namen „FC Carl Zeiss Jena“ zurück. Die entsprechende Urkunde über diese Namensrückgabe war allerdings seit Jahrzehnten nicht mehr auffindbar – bis jetzt.

Auf der neu erstellten Urkunde ist das bereits 1966 gegebene Versprechen festgehalten, die „ganze Kraft auf unser sportliches Leistungsvermögen einzusetzen, um die stets maximal möglichen Leistungen zu erbringen“. Zudem verpflichtet sich der Verein, „das Ansehen unseres Clubs in unserer Heimatstadt zu stärken und damit zugleich der weltweiten Geltung des Namens ‚Zeiss‘ Ehre zu bereiten“. Mit dieser symbolischen Handlung will der FC Carl Zeiss die damals eingegangene Verpflichtung erneuern und bekräftigen.

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Initiative von Sportfotograf Thomas Corbus

Die Initiative zur Erstellung der neuen Urkunde ging vom Jenaer Sportfotografen Thomas Corbus aus, der zugleich bei der Firma Zeiss arbeitet. Corbus bedauerte, dass der Verein im Januar der Wiedergründung von 1966 nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Gemeinsam mit Pressesprecher Andreas Trautmann und Ehrenrat Uwe Dern begab er sich auf die Suche nach historischen Quellen.

Die drei fanden in Archiven den Originaltext der Urkunde von 1966 und setzten das Dokument anschließend neu auf. Damit wurde nicht nur ein wichtiges Stück Vereinsgeschichte bewahrt, sondern auch die Verbindung zwischen Verein und Namensgeber gestärkt.

Historische Bedeutung der Namensrückgabe

Ohne die Umbenennung im Jahr 1966 wären die anschließenden Erfolge des FC Carl Zeiss Jena auf nationaler und internationaler Bühne kaum möglich gewesen. Das damalige volkseigene Kombinat Carl Zeiss investierte erhebliche Mittel in seinen Fußballklub, der sich dadurch im Europapokal mit Spitzenvereinen wie dem AS Rom, Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam oder Real Madrid messen konnte.

Nach über 20 Jahren der Funkstille zwischen Verein und Unternehmen gehört Zeiss seit anderthalb Jahren wieder zu den Sponsoren des Klubs. Diese erneuerte Verbindung ist mittlerweile auch im Stadion sichtbar: Der Spielertunnel hat die Form eines Zeiss-Objektivs, was die einzigartige Verbindung zwischen Optikunternehmen und Fußballverein symbolisiert.

Weitere geplante Übergabe an Zeiss

FCC-Präsident Ralph Grillitsch kündigte gegenüber Medien an, dass ein Exemplar der neuen Urkunde in einem entsprechenden Rahmen auch an die Firma Zeiss übergeben werden soll. Dies unterstreicht die Bedeutung der historischen Verbindung zwischen dem traditionsreichen Unternehmen und dem Fußballverein.

Die Übergabe der Urkunde markiert einen wichtigen Moment für den Verein, der damit nicht nur seine Geschichte würdigt, sondern auch die Verpflichtungen von 1966 für die Zukunft bekräftigt. Der FC Carl Zeiss Jena schließt damit symbolisch eine Lücke, die über fünf Jahrzehnte bestand, und setzt ein Zeichen für Kontinuität und Tradition.

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