Peißen begrüßt den Frühling mit einem Fest trotz winterlicher Kälte
Am Samstag, dem 23. März 2026, hätte in Peißen eigentlich der Frühling mit einem Fest begrüßt werden sollen, nachdem tags zuvor der kalendarische Frühlingsanfang war. Doch der Winter schien sich noch nicht verabschieden zu wollen: Ein bedeckter Himmel und Temperaturen um 9 Grad Celsius erinnerten eher an die kalte Jahreszeit als an den erwachenden Frühling.
Ein Fest trotz wenig frühlingshaften Wetters
Die Peißener ließen sich von dem unwirtlichen Wetter jedoch nicht abschrecken und feierten erstmals ein Frühlingsfest auf der Festwiese. Schon zu Beginn am Mittag lockte ein Flohmarkt die Besucher auf den Anger. Dort wurden vor allem Spielsachen, gut erhaltene Kinderbekleidung, Kinder-Fahrräder und Haushaltsgegenstände angeboten, die reges Interesse fanden.
Bevor die Kaffeetafel am Nachmittag eröffnet wurde, pflanzten Helfer mehrere Frühblüher und Blumenzwiebeln in die Erde. Hyazinthen, Stiefmütterchen und andere Blumen sorgen nun für bunte Farbtupfer am Hang und auf der Wiese am Anger. „Etwa 100 Pflanzen hat uns die Firma Bestehorn aus Bebitz gesponsert“, erzählte die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Anja Block dankbar.
Vielfältiges Programm für Groß und Klein
Während sich die Erwachsenen danach an Kaffee und Kuchen oder Würstchen und Glühwein erfreuten, konnten die Kinder am Stand der Kita „Peißener Feldmäuse“ schminken lassen oder beim Sackhüpfen mitmachen. Außerdem bot der neu gegründete Dartsverein die Möglichkeit, mit Pfeilen auf eine Dartscheibe zu werfen. Die Punktzahl war dabei zweitrangig – jedes Kind durfte sich im Anschluss einen kleinen Preis aussuchen.
Für Unterhaltung sorgte eine Tanzgruppe aus Baalberge, die mit ihren Darbietungen die Besucher begeisterte. Die Idee zu dem Fest hatte Andreas Börner, der erklärte: „Wir haben das ganze Jahr über Feste, aber ein Fest im Frühling fehlte irgendwie.“ Er ließ sich dabei auch von anderen Regionen in Deutschland inspirieren.
Rasche Umsetzung und positive Resonanz
Innerhalb von gut vier Wochen wurde das Premieren-Fest auf die Beine gestellt, wie Anja Block berichtete. „Das war ganz schön sportlich“, meinte sie. Geholfen haben dabei nicht nur die Mitglieder des Vereins „Gemeinsam für Peißen“, sondern auch weitere freiwillige Helfer, etwa beim Kuchenbacken.
Mit der Resonanz zeigte sich Initiator Andreas Börner zufrieden. Er würde gern auch im nächsten Jahr ein solches Fest feiern, dann bestenfalls mit noch weiteren Vereinen aus dem Ort. Zum Abschluss der Premieren-Veranstaltung gab es einen Umzug mit dem Spielmannszug und ein Streitgespräch zwischen Sonne und Winter.
Mit dem Verbrennen einer Strohpuppe, die Nicole Anton und Daniela Loß gebaut hatten, sollte der Winter nun auch endgültig vertrieben sein – ein symbolischer Akt, der trotz der kühlen Temperaturen Hoffnung auf wärmere Tage weckte.



