Goethepark in Zeitz erstrahlt in blauer Blütenpracht
Der Goethepark in Zeitz präsentiert sich derzeit in einem atemberaubenden Blütenmeer. Die Blausterne stehen in voller Pracht und laden zu einem malerischen Spaziergang ein. Doch für viele Besucher, insbesondere ältere Menschen, wird der Parkbesuch durch einen schwierigen Zugang getrübt.
Seniorinnen fordern barrierefreien Zugang
Renate Tille, eine 80-jährige Bewohnerin des Atrium-Hauses der Stiftung Seniorenhilfe in der Altenburger Straße, äußert sich besorgt. „Zurzeit ist ein Spaziergang durch den Goethepark besonders schön – die Blausterne blühen einfach fantastisch“, erklärt sie. Doch der direkte Zugang vom Kreisel am Kalktor ist nicht nutzbar, was für sie und ihre Freundinnen, die oft mit Rollatoren oder Gehstöcken unterwegs sind, ein erhebliches Problem darstellt.
Stattdessen müssen die Seniorinnen ein Stück entlang der Weberstraße laufen. Dieser Weg ist nicht nur holprig und sehr eng, sondern auch mit erhöhten Abgasbelastungen verbunden. „Mit einem Rollator ist es auf der rechten Seite kaum möglich, problemlos voranzukommen“, so Tille. Das betrifft nicht nur ältere Menschen: Auch junge Eltern mit Kinderwagen stoßen auf ähnliche Schwierigkeiten.
Baustelle am Kalktor stockt weiterhin
Die Baustelle am Kalktor, die den direkten Zugang zum Park ermöglichen soll, kommt nicht voran. Renate Tille und andere Anwohner fragen sich, wann der Durchgang endlich fertiggestellt wird. Die Seniorinnen nutzen den Park nicht nur für Spaziergänge, sondern erledigen dort auch regelmäßig ihre Einkäufe beim Edeka in der Schützenstraße. Mindestens zweimal pro Woche sind sie mit einem Ziehwagen unterwegs, der sich auf dem Pflaster der Weberstraße nur schwer bewegen lässt.
Zusätzlich wünschen sich die Damen zwei Bänke am Wegesrand, um dort eine Pause einlegen und die Natur genießen zu können. Doch aufgrund der aktuellen Haushaltslage wird die Anbindung über die Fläche des abgerissenen Hauses in diesem Jahr wohl nicht realisiert werden.
Frustration unter den Zeitzerinnen
Renate Tille, die sich als stolze Zeitzerin bezeichnet, drückt ihre Enttäuschung aus: „Aber immer wenn wir spazieren gehen, schauen wir uns an und sagen ‚Widder nüscht gemacht.‘ Das ist echt schade.“ Die Kombination aus der blühenden Schönheit des Goetheparks und den anhaltenden Zugangsproblemen sorgt für gemischte Gefühle bei den Bewohnern.
Die Situation verdeutlicht, wie wichtig barrierefreie Infrastruktur für die Lebensqualität aller Bürger ist. Während die Natur im Park ihre volle Pracht entfaltet, bleibt die Umsetzung notwendiger baulicher Maßnahmen eine Herausforderung.



