Templin plant mobile Toilettenanlage an der Kurmeile - Kostenfrage ungeklärt
Templin: Mobile Toilette an Kurmeile geplant - Kosten offen

Templin plant mobile Toilettenanlage an der Kurmeile - Kostenfrage ungeklärt

Die Stadt Templin steht vor einer wichtigen Entscheidung für die touristische Infrastruktur. Wenn der Hauptausschuss am Mittwoch, dem 8. April 2026, zustimmt, kann die Stadtverwaltung noch in diesem Jahr eine saisonale öffentliche Toilettenanlage an der beliebten Kurmeile aufstellen lassen. Diese mobile Lösung soll den dringenden Bedarf an Sanitäreinrichtungen in diesem Bereich decken, doch die finanziellen und praktischen Details sind noch nicht vollständig geklärt.

Diskussion im Bau- und Finanzausschuss mit kontroversen Momenten

Im Bau- und Finanzausschuss wurde das Thema bereits intensiv diskutiert, allerdings nicht ohne kontroverse Momente. Die Bauverwaltung hatte lediglich 5600 Euro pro Jahr für die Miettoilette im Haushalt eingeplant. Nico Brückmann von der SPD äußerte im Ausschuss berechtigte Zweifel an dieser Kostenschätzung. „Habe die Stadt auch Nebenkosten wie Versicherungsleistungen eingepreist?“, wollte er wissen und verwies auf mögliche Vandalismusschäden, die bei anderen Toilettenanlagen bereits aufgetreten waren.

Ausschussvorsitzender Christian Bork von der AfD leitete die Frage überraschend an Tyler Weidner, den Vertreter der Jugendlichen, weiter. Nico Brückmann sprang dem jungen Mann sofort zur Seite und kritisierte dieses Vorgehen scharf. „Mit einer Entschuldigung sei das jetzt nicht getan. Diese laxe Art diskreditiere den Vorsitzenden des Jugendbeirates“, betonte er. Christian Bork versicherte daraufhin, er habe das Jugendbeiratsmitglied nicht persönlich angreifen wollen.

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Jugendvertreter wehrt sich gegen pauschale Vorwürfe

Tyler Weidner, der Vorsitzende des Jugendbeirates, reagierte sichtlich betroffen auf die implizite Zuschreibung von Vandalismus. „Es gibt nicht die Jugendlichen. Meine Altersgruppe ist auch nicht für jeglichen Vandalismus verantwortlich“, stellte er klar und verteidigte damit seine Generation gegen pauschale Vorurteile.

Fachliche Klärung der Kostenfrage bleibt ausstehend

Fachbereichsleiterin Silke Gisder gab schließlich die von Brückmann gewünschte sachliche Antwort: Die Stadt habe sich tatsächlich für die kostengünstigste Lösung entschieden, wobei der genannte Preis nur den reinen Mietpreis umfasst. Was es die Stadt koste, wenn der Container beschädigt werde, das möchte das Bauamt nachreichen, erklärte sie. Damit bleiben wichtige Fragen zu Versicherungskosten und Wartungsaufwand vorerst unbeantwortet.

Bürgerwunsch nach öffentlichen Sanitäranlagen

In öffentlichen Workshops zur Weiterentwicklung der Kurmeile hatten Templiner Bürger öffentliche Sanitäreinrichtungen in der Nähe der Sportanlagen als dringenden Wunsch geäußert. Die Fachausschüsse befürworteten daher grundsätzlich die Ausgaben für eine solche Miettoilette. Die Entscheidung liegt nun beim Hauptausschuss, der über die überplanmäßige Ausgabe von mindestens 5600 Euro jährlich entscheiden muss.

Die mobile Toilettenanlage könnte die Attraktivität der Kurmeile für Touristen und Einheimische deutlich erhöhen, doch die Stadt muss dabei die finanziellen Risiken im Blick behalten. Die Diskussion im Ausschuss hat gezeigt, dass neben den reinen Mietkosten auch Folgekosten durch Vandalismus und Wartung berücksichtigt werden müssen. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob Templin bereit ist, in diese wichtige Infrastrukturmaßnahme zu investieren.

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