Schlagloch-Atlas für Halle wächst rasant: Über 50 Meldungen von Bürgern dokumentieren Straßenschäden
Schlagloch-Atlas Halle: Über 50 Meldungen dokumentieren Straßenschäden

Schlagloch-Atlas für Halle wächst rasant: Über 50 Meldungen von Bürgern dokumentieren Straßenschäden

Der Winter hat in Halle deutliche Spuren hinterlassen. Nach den frostigen Temperaturen und dem anschließenden Tauwetter präsentieren sich viele Straßen der Stadt als wahre Hindernisparcours. Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) hat deshalb einen Schlagloch-Atlas initiiert, der bereits nach kurzer Zeit auf über 50 Meldungen von besorgten Bürgern verweisen kann.

Bürger dokumentieren Straßenschäden in ganz Halle

Seit Start der Aktion Mitte der Woche beteiligen sich zahlreiche Hallenser an der Dokumentation der Straßenschäden. In einer interaktiven Karte werden die gemeldeten Schlaglöcher visualisiert – blaue Punkte markieren von der MZ recherchierte Stellen, rote Punkte zeigen die von Lesern gemeldeten Schäden an.

Die Meldungen der vergangenen Tage zeigen das Ausmaß:

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  • In der Franz-Andres-Straße befinden sich vier tiefe Schlaglöcher in kurzen Abständen
  • Die unbefestigte Straße Am Burgberg im Stadtteil Ost weist vor mehreren Hausnummern tiefe Löcher auf
  • Im Mühlweg an der Ecke Bernburger Straße wurden Schäden gemeldet
  • In Kröllwitz finden sich weitere Schlaglöcher auf der Lettiner Straße

Besonders betroffene Stadtteile

Halle-Neustadt meldet eine ganze Reihe von Schlaglöchern, unter anderem auf der Hallorenstraße/Ecke Ernst-Abbé-Straße in Richtung Magistrale. Auch in Frohe Zukunft häufen sich die Meldungen: Die Cranachstraße weist gleich mehrere Schlaglöcher auf, darunter vor dem Eckhaus zur Helmut-Just-Straße 14 und vor dem Haus Nr. 10.

„Die Straßen im Thaerviertel in Halle sind übersät mit tiefen Schlaglöchern“, berichtet ein Leser. Zudem sei das Gehwegpflaster durch das Befahren von Fahrzeugen stark beschädigt.

Gefährliche Stellen für Verkehrsteilnehmer

Besonders besorgniserregend sind Meldungen über Schlaglöcher ohne Warnschilder. Vom Heideweg in Dölau kommend Richtung Kröllwitz in der Straße Am Waldrand befindet sich ein riesengroßes Schlagloch ohne Kennzeichnung. Ein Beobachter spricht an einer Stelle am Landrain 1 sogar von einer „tödlichen Falle für Zweiradfahrer“.

In der Seebener Straße zwischen Trothaer Straße und Mötzlicher Straße zählte ein Leser sogar insgesamt 127 Schlaglöcher – die Straße beschreibt er als „eine einzige Lochpiste“.

Dokumentation soll zur Lösung beitragen

Die MZ sammelt weiterhin Meldungen und dokumentiert diese vom Eingang bis zur Lösung. Wichtig ist dabei die genaue Angabe des Standorts, idealerweise mit konkreter Adresse und Straßenhöhe. Bürger können ihre Beobachtungen per E-Mail an die Redaktion senden.

Das Ziel ist eine umfassende Karte, die das gesamte Ausmaß der Straßenschäden im Hallenser Stadtgebiet zeigt. Im Idealfall leuchtet diese Karte bald nur noch grün – wenn alle gemeldeten Schäden behoben sind. Bis dahin bleibt das Autofahren in vielen Teilen der Stadt ein Slalom zwischen den winterlichen Hinterlassenschaften.

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