Ein Stück Fernsehgeschichte geht zu Ende: Ursula Erber verlässt 'Dahoam is Dahoam'
Nach fast 20 Jahren und beeindruckenden 3718 Folgen beendet Ursula Erber ihre Zeit bei der beliebten Vorabendserie 'Dahoam is Dahoam'. Die 91-jährige Schauspielerin, die der Figur 'Theresa Brunner' über all diese Jahre hinweg Leben eingehaucht hat, wird das fiktive Dorf Lansing nicht einfach verlassen, sondern ihre Rolle wird den berühmt-berüchtigten Serientod sterben. Für das Ensemble und die Produktion bedeutet dies einen tiefgreifenden Einschnitt, der bereits jetzt emotionale Reaktionen hervorruft.
Ein würdevoller Abschied für Theresa Brunner
Am Dienstag, dem 7. April, wird Ursula Erber zum letzten Mal als Theresa Brunner im Bayerischen Rundfunk zu sehen sein. Die Autoren haben sich bewusst gegen eine überdramatische Inszenierung entschieden und stattdessen einen würdevollen finalen Auftritt für die langjährige Serienfigur geschaffen. Wie die Produktion vorab verriet, wird bei der Brunner-Familie das Osterwochenende gemeinsam gefeiert – für Uri, wie Ursula Erber liebevoll am Set genannt wird, wird es das letzte 'Dahoam'-Fest sein. Ihre Rolle schläft friedlich ein und wacht nicht mehr auf.
Emotionale Abschiedsstimmung am Set
Die Dreharbeiten für den Tod von Theresa Brunner fanden bereits vor Monaten statt, was für die Schauspielkollegen bedeutete, gleich doppelt Abschied nehmen zu müssen. Zuerst wurde Ursula Erber am Set in den wohlverdienten TV-Ruhestand verabschiedet, nun folgt der endgültige Abschied von ihrer Figur im Fernsehen. Bernhard Ulrich, der den Serien-Enkel Hubert Kirchleitner spielt, beschreibt die Stimmung: "Die letzten Drehtage mit Ursula waren sehr emotional. Wir wussten alle, dass eine fast 20-jährige Ära bei 'Dahoam' zu Ende gehen wird." Dennoch betont er, dass der Spaß nicht zu kurz kam: "Mit ihrer ihr eigenen Selbstironie, 'ich bin halt a oids Weib', konnte sie das Ensemble wunderbar unterhalten."
Herzliche Verabschiedung und bewegende Momente
Heidrun Gärtner, die die Enkelin Annalena Brunner verkörpert, schildert die letzten Momente in den Studios: "Nach der letzten Klappe gab es ein regelrechtes Spalier von Kolleginnen und Kollegen und dem Team, die sie beklatscht und gefeiert haben. Die Produktion hatte einen kleinen Film vorbereitet mit vielen Uri-Szenen, auch viele vom Anfang, das war sehr berührend." Selbst Tommy Schwimmer, der als Florian Brunner eigentlich aus der Serie ausgestiegen war und in München ein Weindepot übernommen hat, kehrte für den Abschied extra nach Lansing zurück: "Es war natürlich sehr schade und die Serie wird ohne sie nicht mehr das Gleiche sein, aber sie hat sich ihren Ruhestand nun wirklich mehr als verdient."
Kollegen vermissen mehr als nur eine Schauspielerin
Michael Vogtmann, der Joseph Brunner darstellt, bringt die Gefühle vieler Kollegen auf den Punkt: "Sie fehlt sehr. Nicht nur als Schauspielerin, sondern auch weil ich mich mit ihr so schön über Theater unterhalten konnte, wobei ich ihren rauen Humor sehr geschätzt habe." Auch Michael A. Grimm, bekannt als Toni Burger, äußert sich voller Respekt: "Meine hochgeschätzte Kollegin war, wie an meinem ersten Drehtag mit ihr, bestens vorbereitet, zeigte Einsatz, hat uns mit den richtigen Kommentaren unterhalten, belustigt und mit den richtigen Fragen angetrieben, war vielleicht ein wenig müde aber vor allem eine Seele von Mensch, gute Schauspielerin und feine Kollegin."
Ein Stück Fernsehgeschichte verabschiedet sich
Die zahlreichen liebevollen Worte der Abschiedsbekundungen machen deutlich, dass Ursula Erber bei 'Dahoam is Dahoam' nicht nur vor den Bildschirmen, sondern auch hinter den Kulissen viele Menschen bewegt hat. Ihr finaler Auftritt wird am Dienstag, dem 7. April, ab 19.30 Uhr im Bayerischen Rundfunk gezeigt, während die letzte Folge bereits ab Donnerstag, dem 2. April, im Stream verfügbar ist. Mit ihrem Ausstieg endet eine Ära, die das deutsche Fernsehen über fast zwei Jahrzehnte geprägt hat und die bei Zuschauern wie Kollegen gleichermaßen unvergessen bleiben wird.



