TV-Branche im Umbruch: Medien-Experte erklärt Entlassungswelle bei Moderatorinnen
TV-Branche: Experte erklärt Entlassungswelle bei Moderatorinnen

TV-Branche im Umbruch: Medien-Experte erklärt Entlassungswelle bei Moderatorinnen

Die Situation in der TV-Branche ist derzeit äußerst angespannt, wie zahlreiche Mitarbeiter – darunter auch bekannte Moderatorinnen – erfahren mussten, die ihre Jobs verloren haben. Wie fragil das Geschäft tatsächlich ist und wie austauschbar die bekannten Gesichter sind, verrät ein Medien-Experte im Detail.

Jobsicherheit in der TV-Branche schwindet

Jobs in der TV-Branche sind aktuell nicht sicher, wie prominente Beispiele wie Annett Möller, Laura Knöll und Annika Lau deutlich zeigen. Der Privatsender RTL strich zuletzt 600 Stellen, wovon selbst etablierte Moderatorinnen wie Annett Möller und Annika Lau betroffen waren. Auch der Kinderkanal KiKa trennte sich vor wenigen Tagen von TV-Gesicht Laura Knöll, die für den "Tigerenten Club" vor der Kamera stand. Diese Entwicklungen werfen die Frage auf, wie das knallharte Moderationsgeschäft funktioniert und wie unersetzlich oder austauschbar die bekannten Stars der Branche wirklich sind.

Moderatorinnen stark von Sender-Entscheidungen abhängig

"Die Unsicherheit im Moderationsjob ist grundsätzlich hoch und sie nimmt weiter zu", erklärt Medien-Experte und PR-Profi Ferris Bühler. Vor allem die Unberechenbarkeit der Branche und die Abhängigkeit von Sendern sei dabei ein großes Problem. "Viele arbeiten freiberuflich, hangeln sich von Projekt zu Projekt und sind stark von strategischen Entscheidungen der Sender abhängig." Hinzu kommen diverse Veränderungen, die rasant voranschreiten, wie etwa Sparprogramme, wachsender Konkurrenzdruck durch Streaming-Plattformen und eine Flut neuer Gesichter über Social Media.

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TV-Stars sind heute "nicht mehr automatisch gesetzt"

Selbst Stars der Branche sind vor einem Rauswurf längst nicht mehr gefeit. Ferris Bühler betont, dass "etablierte Moderatorinnen und Moderatoren heute nicht mehr automatisch gesetzt" sind. Für den PR-Profi gilt folgende Regel: "Wer vor der Kamera arbeitet, ist längst Unternehmer in eigener Sache mit allen Chancen, aber eben auch mit allen Risiken." Das bedeutet, dass man im bunten Universum der TV-Landschaft durchaus noch Karriere machen kann, aber unter Umständen auch schnell wieder aus dem Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit verschwunden ist.

Entscheidungen fallen hinter verschlossenen Türen

An den Entscheidungen der Sender haben selbst bekannte Moderatorinnen und Moderatoren als Freiberufler kaum Mitspracherecht, da sie oft projektbasiert arbeiten. "Zwar spüren viele im Vorfeld, dass sich etwas verändert, beispielsweise durch weniger Einsätze oder eine andere Tonalität im Umgang, aber die eigentliche Entscheidung fällt meist hinter verschlossenen Türen und ist dann nicht mehr verhandelbar", sagt Ferris Bühler.

Sichtbarkeit als wichtigste Währung

Im seriösen TV gilt dem Medien-Profi eine ähnliche Devise wie in Trash-Formaten: "Sichtbarkeit, die wichtigste Währung." Das haben die meisten Reality-Sternchen bereits verstanden und pochen daher lautstark auf die berühmt-berüchtigte "Sendezeit". In Unterhaltungsmagazinen und Talkshows passiert das zwar weniger krawallig, ist aber deshalb nicht weniger wertvoll. Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der die Karrieren vieler TV-Gesichter nachhaltig beeinflusst.

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