Neurologin schrieb heimlich Weltbestseller-Thriller: Doppelleben als Ärztin und Autorin
Ärztin schrieb heimlich Weltbestseller-Thriller

Ärztin führte jahrelang geheimes Doppelleben als Bestsellerautorin

Ein jahrelanges Rätsel der Buchwelt ist endlich gelöst: Die erfolgreiche Thrillerautorin Freida McFadden ist in Wirklichkeit die Neurologin Sara Cohen. Die 45-jährige Ärztin aus New York arbeitete über Jahre parallel in einem Bostoner Krankenhaus und schrieb heimlich Bestseller, die sich millionenfach verkauften.

„Ich bin eine echte Person mit echter Identität“

In einem exklusiven Interview mit USA Today erklärte Cohen nun ihre Beweggründe: „Ich bin an einem Punkt in meiner Karriere, an dem ich es leid bin, dass das ein Geheimnis ist“, sagte die Autorin. „Ich bin es leid, dass darüber diskutiert wird, ob ich eine echte Person bin oder ob ich drei Männer bin. Ich bin eine echte Person und ich habe eine echte Identität, und ich habe nichts zu verbergen.“

Die Wahrheit hinter dem Pseudonym bezeichnet sie als unspektakulär: „Es ist so viel langweiliger als alles, was in meinen Büchern passiert.“ Den Künstlernamen wählte die gebürtige New Yorkerin aus praktischen Gründen – sie wollte verhindern, dass sich ihre beiden Karrieren in die Quere kommen.

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Geheimnis blieb nicht lange verborgen

„Mein ganzes Ziel war es, es geheim zu halten, bis ich bereit war, mich aus meinem Arztjob zurückzuziehen“, erklärte Cohen. „Damit nicht plötzlich alle, mit denen ich arbeite, davon wissen und das dann meinen Job beeinträchtigt.“ Ende 2023 reduzierte sie ihre Arbeitszeit im Krankenhaus auf ein- bis zweimal monatlich.

Ganz geheim blieb ihre zweite Identität jedoch nicht: „Meine Kollegen haben es herausgefunden“, gestand die Autorin. Die Reaktionen seien überraschend positiv ausgefallen – viele Kollegen seien Fans ihrer Bücher gewesen, ohne zu ahnen, dass sie mit der Autorin selbst zusammenarbeiteten. Inzwischen bringt Cohen ihren Kollegen sogar signierte Exemplare ihrer Werke mit ins Krankenhaus.

Perücke und Brille als Tarnung

Um privat unerkannt zu bleiben, griff die Autorin zu kreativen Mitteln: Bei öffentlichen Auftritten trug sie regelmäßig eine Bibliothekarinnen-Brille und Perücke. „Ich wollte einfach ein normales Leben führen und nicht erkannt werden“, begründete sie diese Maßnahme. Neben dem Tarnungseffekt hatte die Brille auch praktischen Nutzen – Cohen ist leicht kurzsichtig und gestand: „Ich weiß schlicht nicht, wie ich meine Haare stylen soll.“

Die ausgefallene Tarnung führte zu wilden Spekulationen in der Literaturszene. Mit Humor kommentierte Cohen die Theorien: „Ich habe gehört, dass Leute denken, ich sei drei Kinder in einem Trenchcoat.“

Erfolgreiche Verfilmungen und internationale Anerkennung

Die Werke von Freida McFadden erzielten inzwischen beeindruckende Erfolge:

  • Übersetzung in 40 Sprachen, einschließlich Chinesisch
  • Gesamtauflage von über zwanzig Millionen Exemplaren
  • Verfilmung von „The Housemaid“ mit Sydney Sweeney als globaler Kassenschlager
  • Zwei weitere Verfilmungen bereits in Planung

Der Film „The Housemaid“ lockte allein in Deutschland mehr als eine Million Zuschauer in die Kinos. Der dritte Band der erfolgreichen Reihe, „The Housemaid is watching“ (deutscher Titel: „Sie wird dich finden“), steht bereits für die Verfilmung bereit.

Was bleibt, ist keine inszenierte Legende mehr, sondern die Geschichte einer Frau, die zwei Karrieren parallel meisterte – und sich nun entschieden hat, offen über ihr außergewöhnliches Doppelleben zu sprechen.

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