Exklusiv: Medienexperte erklärt Rauswurf von Moderatorin Laura Knöll aus dem Tigerenten Club
Medienexperte erklärt Rauswurf von Laura Knöll aus Tigerenten Club

Exklusiv: Medienexperte erklärt Rauswurf von Moderatorin Laura Knöll aus dem Tigerenten Club

Der Südwestrundfunk (SWR) hat die Zusammenarbeit mit der beliebten Moderatorin Laura Knöll beendet. Die 34-Jährige führte seit 2022 durch das Kinderfernsehformat Tigerenten Club. Diese Entscheidung traf die Journalistin unerwartet und löste bei ihr Gefühle aus, die sie mit ganz schlimmem Liebeskummer verglich. Der SWR bestätigte exklusiv gegenüber der AZ, dass die aktuellen Folgen mit Knöll noch bis Oktober 2026 ausgestrahlt werden, bevor das Format sich von ihr verabschiedet.

Medienexperte Ferris Bühler analysiert die Hintergründe

Im Gespräch mit der AZ erläutert PR- und Medienexperte Ferris Bühler die möglichen Gründe für den Rauswurf. Das hat selten nur einen Grund und fast nie den, den man öffentlich hört, so Bühler. Er vermutet eine Mischung aus strategischer Neuausrichtung, dem Wunsch nach einem frischen Gesicht für das Format oder internen Spannungen. Der Tigerenten Club lebe davon, sich immer wieder neu zu erfinden, und irgendwann komme der Punkt, an dem Verantwortliche einen Wechsel fordern. Im TV entscheidet nicht nur Leistung, sondern auch Timing, Image und interne Machtfragen, betont der Branchenkenner.

Knöll geht mit der Information an die Öffentlichkeit

Noch bevor der SWR sich offiziell äußerte, teilte Laura Knöll die Kündigung auf Instagram mit. Es darf weh tun, soll es sogar, schrieb sie und betonte, wie wichtig ihr die letzten Jahre gewesen seien. Ferris Bühler sieht darin eine bewusste Strategie: Wer zuerst spricht, bestimmt die Geschichte. Dies ermögliche der Moderatorin, Nähe aufzubauen und ihre emotionale Version zu platzieren, während der Sender die Kommunikationskontrolle verliere.

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Casting für Nachfolgerin läuft bereits

Laut Insiderinformationen plant der SWR bereits das Casting für Knölls Nachfolgerin. Der Sender gab bekannt, dass die Position der Moderation nachbesetzt wird und man zu gegebener Zeit informieren werde. Dies unterstreicht die Dynamik in der Medienbranche, wo Veränderungen schnell umgesetzt werden.

Unberechenbarkeit in der TV-Branche

Die Situation von Laura Knöll ist kein Einzelfall. Erst kürzlich wurden bei RTL rund 600 Stellen gestrichen, und prominente TV-Gesichter wie Annett Möller oder Annika Lau mussten ihre Posten niederlegen. Gerade freie Moderatorinnen und Moderatoren haben keine echte Planungssicherheit, erklärt Bühler, da sie projektbasiert arbeiten. Entscheidungen in großen Medienhäusern fielen oft hinter verschlossenen Türen und seien dann nicht mehr verhandelbar, was Betroffene trotz Vorzeichen überraschend treffe.

Die brodelnde Medienbranche kämpft mit sinkenden Umsätzen und ständigen Anpassungen. Wie Ferris Bühler zusammenfasst, zeigt der Fall Knöll, wie unberechenbar Senderentscheidungen in dieser turbulenten Zeit sein können. Heute wirst du gefeiert, morgen wirst du gefeuert, sagte Annett Möller nach ihrem Rauswurf – ein Satz, der die Realität vieler TV-Profis widerspiegelt.

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