Berliner Satiriker nutzt KI-Video über Trump für viralen Hype und Merchandising
KI-Video: Berliner Satiriker macht Trump-Spott zum Geschäft

Berliner Internet-Satiriker erzielt viralen Erfolg mit KI-generiertem Trump-Video

Ein deutscher Creator aus Berlin, der sich selbst als meta-autistischer Psychosoph bezeichnet, hat mit einem KI-generierten Spottvideo über den US-Präsidenten Donald Trump international für Aufsehen gesorgt. Das Video zeigt einen vermeintlichen Trump mit Achtzigerjahre-Mähne, der eine umgetextete Version des Hits Voyage, Voyage singt, nun mit dem Titel Blockade, Blockade. Der Text thematisiert die Sperre der Straße von Hormus durch Iran und Trumps Reaktion mit einer Blockade iranischer Häfen, nach dem Motto: If u block me, I block u.

Viraler Durchbruch durch iranische Propaganda

Ursprünglich auf dem YouTube-Kanal des Creators, der unter dem Namen snicklink aktiv ist, erzielte das Video nur moderate Aufrufe. Auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) wurde es jedoch fast eine Million Mal angeklickt. Der entscheidende Impuls kam, als die iranische Botschaft in Südafrika den Clip repostete, ohne die Quelle zu nennen. Dieser Repost erreichte über 8,5 Millionen Aufrufe und machte das Video zu einem Medienthema, das unter anderem von India Today aufgegriffen wurde.

Dieser Schritt passt in die Strategie des iranischen Propagandaapparats, der seit den Angriffen im März den Konflikt mit den USA durch zahlreiche KI-generierte Videos anheizt, die sich über die US-Regierung lustig machen. Die Nutzung populärer Vorlagen wie Lego-Animationen und lächerlicher Kostümierungen von Trump unterstreicht diese Taktik.

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Technische Details und kommerzielle Nutzung

Der Creator snicklink erklärte, dass er für die Musik nicht die KI Suno verwendet habe, sondern die Stimme selbst eingesungen und mit einem Voice-Filter bearbeitet habe. Die amateurhafte Qualität der Gesangsaufnahme ist dabei unüberhörbar. Wichtiger ist ihm jedoch die kommerzielle Verwertung des unerwarteten Erfolgs. In seinem Onlineshop bietet er nun Merchandise-Artikel wie T-Shirts, Hoodies, Tragetaschen und Becher mit KI-Bildern aus dem Clip an, wobei die Preise beispielsweise bei 18,95 Euro für eine Meme-Tasse glossy beginnen.

Der Fall zeigt, wie KI-Technologie nicht nur für Propaganda, sondern auch für satirische Inhalte und deren Monetarisierung genutzt wird. Snicklink nutzt den Hype geschickt, um aus einem politischen Konflikt ein profitables Geschäftsmodell zu entwickeln.

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