Collien Fernandes verlässt Traumschiff-Set für politische Gespräche über digitale Gewalt
Collien Fernandes verlässt Traumschiff-Set für politische Gespräche

Collien Fernandes unterbricht Traumschiff-Dreharbeiten für politische Mission

Während die Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen in der gesamten Showbranche diskutiert werden, befindet sich Collien Fernandes eigentlich am anderen Ende der Welt. Die 44-jährige Schauspielerin und Moderatorin dreht derzeit für die ZDF-Reihe Das Traumschiff in Vietnam. Doch jetzt unterbricht sie ihren Aufenthalt dort und kehrt vorzeitig nach Deutschland zurück.

Vorzeitige Abreise vom Filmset

Wie zuerst von t-online berichtet und von BILD aus eigenen Recherchen bestätigt, verlässt Fernandes das Traumschiff-Set. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen Abbruch der Dreharbeiten. Die Schauspielerin, die seit 2021 als Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado vor der Kamera steht, wird nach einer geplanten Drehpause von etwa einer Woche wieder an das Set zurückkehren.

Die aktuellen Dreharbeiten für neue Folgen mit den Arbeitstiteln „Bangkok“ und „Vietnam“ laufen noch bis Mitte April 2026. Doch Fernandes sitzt bereits auf gepackten Koffern. „Es geht in ein paar Tagen in Hongkong wieder auf das Schiff“, bestätigte sie gegenüber t-online. „Ich werde aber nicht mit dem Filmteam einsteigen, da ich kurz nach Deutschland zurückkehre.“

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Politisches Engagement gegen digitale Gewalt

Der Grund für die vorzeitige Abreise sind die aktuellen Ereignisse rund um ihre schwerwiegenden Anschuldigungen gegen Christian Ulmen. „Morgen fliege ich zurück, um Politikerinnen zu treffen und mit ihnen über den mangelnden gesetzlichen Schutz hinsichtlich digitaler Gewalt zu sprechen“, erklärte Fernandes.

Die Schauspielerin hatte im Spiegel ihren Ex-Mann beschuldigt, sie „virtuell vergewaltigt“ zu haben. Die Vorwürfe umfassen:

  • Erstellung und Verbreitung von Fake-Pornografie
  • Manipulation von Telefonsex
  • Verdacht auf Identitätsübernahme im Internet
  • Sexuelle Avancen gegenüber Hunderten Männern in ihrem Namen

Politische Dimension des Falls

Der Fall hat längst eine politische Dimension erreicht. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (56) kündigte bereits an, dass das Erstellen und Verbreiten pornografischer Deepfakes künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden soll. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll in Kürze vorgelegt werden.

Am vergangenen Wochenende demonstrierten in Berlin bereits 13.000 Menschen gegen sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen. Am Donnerstag findet in Fernandes Heimatstadt Hamburg eine weitere Demonstration statt. Ob die Schauspielerin dort anwesend sein wird, ist bisher unklar. Auf eine entsprechende BILD-Anfrage reagierte sie bislang nicht.

Rechtliche Auseinandersetzungen laufen weiter

Währenddessen dauern die Ermittlungen gegen Christian Ulmen an. Das Bezirksgericht in Palma bestätigte, dass das Verfahren „noch im Gange“ sei und sich „in einer sehr frühen Phase“ befinde. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Sein Anwalt reagierte auf die Vorwürfe mit einem Informationsschreiben, in dem es heißt: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den ‚Spiegel‘ rechtliche Schritte einzuleiten.“ Es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet.

Keine Gefährdung der Traumschiff-Produktion

Nach Informationen von BILD ist die Traumschiff-Produktion durch die vorzeitige Abreise von Collien Fernandes nicht gefährdet. Nach derzeitigen Plänen soll die Schauspielerin nach ein paar Tagen Drehpause wieder an das ZDF-Set zurückkehren und ihre Rolle als Dr. Jessica Delgado fortsetzen.

Collien Fernandes und Christian Ulmen waren 14 Jahre verheiratet und haben eine gemeinsame 13-jährige Tochter. Ende 2025 ließen sie sich scheiden. Mit welchen Politikerinnen Fernandes konkret über den gesetzlichen Schutz vor digitaler Gewalt sprechen wird, teilte sie bisher nicht mit.

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