Bares für Rares: Historisches Bridal Set aus DDR-Zeiten erzielt 800 Euro
Die beliebte ZDF-Sendung Bares für Rares präsentierte am 7. April 2026 wieder eine faszinierende Auswahl an Raritäten mit einzigartigen Geschichten. Moderator Horst Lichter führte durch eine Folge, die sowohl skurrile als auch wertvolle Fundstücke zeigte. Das Highlight des Tages war ein besonderes Schmuckstück, das nicht nur eine bewegte Vergangenheit hatte, sondern auch die Erwartungen der Verkäuferin weit übertraf.
Ein Bridal Set mit bewegter Geschichte
Margret aus der Altmark und ihr Sohn Torsten aus Lüneburg brachten ein sogenanntes Bridal Set in die Sendung. Dieses besteht aus drei zusammensteckbaren Ringen: einem größeren Verlobungsring in der Mitte, der von zwei schmaleren Eheringen flankiert wird. Die Ringe symbolisieren nach nordamerikanischer Tradition Verliebtheit, Liebe und reife Liebe sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Die Herkunft des Sets ist eng mit der deutschen Geschichte verbunden. Margrets Mann hatte die Ringe noch zu DDR-Zeiten von einem Pärchen erworben, das dringend Geld für den Bau einer Garage benötigte. Die Expertise offenbarte weitere Details: Die Ringe bestehen aus einer ungewöhnlichen Kombination von 14-karätigem und 18-karätigem Weißgold und sind mit kleinen Achtkantdiamanten sowie drei größeren Brillanten besetzt, die zusammen etwa 0,56 Karat wiegen.
Historische Zertifikate und überraschende Schätzung
Besonders spannend waren die beigefügten historischen Zertifikate. Eines stammte aus dem Jahr 1967 aus Kanada, ein weiteres bezifferte den Wert des Sets 1989 kurz vor dem Mauerfall in Stendal auf fast 12.000 Ostmark. Der Experte Rezepa-Zabel schätzte den Goldwert allein auf rund 560 Euro und den Gesamtwert auf 1.000 bis 1.200 Euro. Ursprünglich hatte Margret eine Wunschvorstellung von lediglich 400 bis 500 Euro.
Spannende Versteigerung im Händlerraum
Im Händlerraum begann Walter Lehnertz die Gebotsrunde mit 400 Euro, was bereits dem oberen Wunschpreis der Verkäuferin entsprach. Die Gebote stiegen schnell an, bis 700 Euro erreicht waren. Margret hatte sich jedoch, bestärkt durch die positive Expertise, einen neuen Wunschpreis von 1.000 Euro erhofft. Händler Waldi konterte schließlich mit einem Angebot von 800 Euro und argumentierte, dass der Ring zu diesem Preis heute nicht mehr herzustellen sei.
Margret nahm das Angebot überglücklich an und freute sich riesig über den Erlös, der ihren ursprünglichen Wunschpreis verdoppelte. Diese Versteigerung zeigt einmal mehr, wie emotionale Geschichten und historische Bedeutung den Wert von Objekten steigern können, kommentierte Horst Lichter die Szene.
Weitere Raritäten in der Sendung
Neben dem Bridal Set wurden in der Folge vom 7. April 2026 weitere denkwürdige Fundstücke präsentiert:
- Zahnärztliche Tretbohrmaschine: Jenni und Julia aus Lübeck verkauften ein medizinhistorisches Dekostück aus ihrer Zahnarztpraxis. Die 1871 patentierte Maschine revolutionierte die Zahnmedizin. Das gezeigte Exemplar ist eine Mischung aus älteren und neueren Teilen. Expertenschätzung: 80 bis 120 Euro.
- Opulenter Goldarmreif: Carmen und Karl aus Würzburg brachten einen zweifarbigen 750er-Goldarmreif mit geschnitztem Jadeit aus China und kleinen Diamanten mit. Die Expertenschätzung lag bei 7.700 bis 8.000 Euro, wovon etwa 7.350 Euro auf den Goldwert entfielen.
- Farbradierung „Manager Game“: Vero und Rolf aus NRW verkauften ein Kunstwerk des amerikanischen Künstlers Leslie G. Hunt aus dem Jahr 1993. Es handelt sich um eine limitierte Farbradierung mit sozialkritischer Botschaft. Expertenschätzung: 100 bis 150 Euro.
- Goldscheider-Terrier-Aschenbecher: Miro aus Brake präsentierte einen Keramik-Aschenbecher mit einem Scottish Terrier, der von Ida Meisinger entworfen und bis 1941 von Goldscheider Wien produziert wurde. Expertenschätzung: 200 bis 250 Euro.
Die Sendung Bares für Rares läuft regelmäßig im ZDF und bietet Einblicke in die Welt der Raritäten und deren Geschichten. Die heutige Folge zeigte erneut, wie persönliche Erinnerungen und historische Kontexte den Wert von Gegenständen prägen.



