Bares für Rares: Historischer Auto-Vibrator von 1920 löst Bieter-Duell aus
Die beliebte ZDF-Sendung Bares für Rares präsentierte am 20. März 2026 wieder eine faszinierende Auswahl an Kuriositäten und Raritäten. Moderator Horst Lichter führte durch eine Folge, die mit einem besonders pikanten Dachbodenfund für Aufsehen sorgte. Die Sendung hat sich über die Jahre zu einer echten Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen entwickelt und begeistert regelmäßig mit skurrilen und denkwürdigen Fundstücken.
Ein pikantes Erbstück mit überraschender Geschichte
Karin und Alexandra, zwei Freundinnen aus Neustadt an der Aisch, brachten ein mysteriöses Erbstück in die Sendung. Das Gerät war ein Dachbodenfund aus Karins ehemaligem Elternhaus und befand sich seit über 30 Jahren in ihrem Besitz, ohne dass jemand seine wahre Natur kannte. Expertin Annika Raßbach löste das Rätsel schließlich auf: Es handelte sich um einen Handkurbel-Massagegerät aus den 1920er-Jahren, das ursprünglich unter dem doppeldeutigen Namen Johansens Auto-Vibrator vertrieben wurde.
Erfunden wurde das Gerät vom dänischen Arzt Johannes Christian Johansen, der zahlreiche Patente in diesem Bereich anmeldete. Der Auto-Vibrator versprach Wohlbefinden und sollte sogar den Gang zum Arzt ersparen, insbesondere bei Menstruationsbeschwerden. Das komplette Set mit drei Aufsätzen war in einer originalen, lila ausgekleideten Schatulle untergebracht und befand sich in einem einwandfreien Zustand. Die Bakelit-Griffe datierten das Stück auf etwa 1920.
Intensives Bieter-Duell im Händlerraum
Nach der aufschlussreichen Expertise, die für viel Schmunzeln sorgte, äußerte Karin ihren Wunschpreis von 80 Euro. Annika Raßbach schätzte das Kuriosum auf 80 bis 100 Euro, was zunächst wie eine Punktlandung erschien. Doch im Händlerraum löste der Auto-Vibrator eine wahre Bieterschlacht aus. Waldi Lehnertz startete mit 80 Euro, Jos van Katwijk legte 90 Euro drauf, und die Gebote schnellten schnell in die Höhe.
Die Händler lieferten sich ein intensives Duell, bei dem die Spannung im Raum deutlich spürbar war. Schließlich erhielt Wolfgang Pauritsch den Zuschlag für 220 Euro, was den ursprünglichen Schätzwert deutlich übertraf. Karin und Alexandra waren mehr als zufrieden, dass der Verkauf so erfolgreich verlief und ihre Erwartungen weit übertroffen wurden.
Weitere Raritäten in der Sendung vom 20. März 2026
Neben dem historischen Auto-Vibrator wurden in der heutigen Folge weitere interessante Stücke präsentiert. Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten und der Einschätzungen des Expertenteams:
- Lego-Lernspiel „Denken mit Lego“: Finn und sein Vater Mario aus Bremen brachten ein Lernspiel von Lego mit, das Kindern Mengenlehre und Logik näherbringen sollte. Expertenschätzung: 50–60 Euro.
- Vier Murano-Vasen von Aldo Nason: Marion und ihre Nichte Lisa aus Windeck/Eitorf präsentierten vier Glasvasen, drei davon aus der seltenen Yokohama-Serie. Expertenschätzung: 1700–2400 Euro.
- Goldarmreif: Barbara aus Herrenberg und ihr Bruder Stephan aus Winterthur (Schweiz) boten einen massiven 500er-Goldarmreif aus den 1960er-Jahren an. Expertenschätzung: 4.800–5.000 Euro.
- Silberne Anbietschale Wilhelm Binder: Conny aus Ludwigsburg und ihr Bruder Klaus aus Kempten brachten eine 800er-Silber-Schale von Wilhelm Binder mit. Expertenschätzung: 320–350 Euro.
Ob und für wie viel Geld diese Stücke über den Händlertresen gingen, konnten die Zuschauer in der heutigen Folge von Bares für Rares um 15:05 Uhr im ZDF verfolgen. Die Sendung bietet regelmäßig spannende Einblicke in die Welt der Raritäten und die Geschichten hinter den Fundstücken.



