Klimakrise: New Orleans ist bereits verloren, sagt Experte
New Orleans in der Klimakrise: Stadt ist verloren

Küstenmetropolen in der Klimakrise

Der Klimawandel lässt die Meere steigen und bedroht weltweit Küstenstädte. Für die US-Metropole New Orleans ist der kritische Punkt bereits überschritten, sagt der Klimaforscher Torbjörn Törnqvist im Interview. Die Stadt am Mississippi sei ein warnendes Beispiel dafür, was auch anderen Küstenmetropolen wie Hamburg, London oder Bangkok drohe.

New Orleans: Ein Fall für die Wissenschaft

Bereits im April 2024 kam es in New Orleans zu schweren Überflutungen. Aufnahmen zeigen Häuser, die bis zum Dach im Wasser stehen. „Der Zug für die Region ist abgefahren“, sagt Törnqvist. Die Kombination aus absinkendem Land und steigendem Meeresspiegel mache die Stadt auf Dauer unbewohnbar. Er fordert eine frühzeitige Debatte über die Abwanderung der Bevölkerung.

Globale Bedrohung für Küstenstädte

Nicht nur New Orleans ist betroffen. Weltweit müssen sich Metropolen an den Küsten anpassen. In Hamburg etwa steigt die Elbe, in London die Themse, und Bangkok kämpft mit Überschwemmungen. Törnqvist betont: „Wir sollten uns frühzeitig fragen: Wohin sollen die Menschen abwandern?“ Die Anpassung an den Klimawandel sei eine der größten Herausforderungen des Jahrhunderts.

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Der Forscher empfiehlt, langfristig in Schutzmaßnahmen zu investieren, aber auch Umsiedlungen zu planen. Denn irgendwann sei der Punkt erreicht, an dem Deiche und Mauern nicht mehr ausreichten. New Orleans zeige, dass dieser Punkt schneller kommen könne als gedacht.

Das Interview mit Torbjörn Törnqvist führte Claus Hecking aus Boston. Es erscheint am 6. Mai 2026 um 17.10 Uhr. Der Artikel ist Teil der Berichterstattung über die Klimakrise und ihre Folgen für die Lebensqualität in Küstenregionen.

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