SEK-Einsatz in Dortmund: Jugendliche mit Spielzeugpistole lösen sechsstündige Polizeiaktion aus
SEK-Einsatz wegen Spielzeugpistole: Jugendliche auf Brauereiturm

Sechsstündiger SEK-Einsatz in Dortmund: Jugendliche mit Spielzeugwaffe auf Brauereiturm

Ein gefährlicher Vorfall in Dortmund hat am Freitagabend zu einem stundenlangen Großeinsatz der Polizei geführt. Drei Jugendliche waren auf das Dach eines verlassenen Brauereiturms geklettert und hatten mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole hantiert, was einen massiven Polizeieinsatz auslöste.

Gefährliche Kletteraktion in schwindelerregender Höhe

Gegen 19.14 Uhr ging bei der Polizei Dortmund ein Notruf ein. Ein aufmerksamer Zeuge hatte Personen auf dem Dach der ehemaligen Kronenbrauerei an der Märkischen Straße gesichtet. Als die ersten Einsatzkräfte am leerstehenden Gebäude eintrafen, befanden sich drei Jugendliche in etwa 65 Metern Höhe auf dem Turm. Die Situation eskalierte schnell, als die Jugendlichen begannen, Gegenstände von dem Turm zu werfen und einen waffenähnlichen Gegenstand in Richtung der Polizeibeamten richteten.

„Es wurde das SEK angefordert, die versuchten, das kommunikativ zu regeln“, erklärte ein Sprecher des Polizeilagenzentrums Dortmund im Nachhinein. Die Spezialeinsatzkräfte wurden hinzugezogen, um die gefährliche Situation zu deeskalieren und die Jugendlichen sicher vom Turm zu holen.

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Sechs Stunden Nervenkrieg für die Einsatzkräfte

Der Einsatz entwickelte sich zu einem langwierigen Nervenkrieg für alle Beteiligten. Erst gegen Mitternacht gelang es den Einsatzkräften, zu zwei der Jugendlichen vorzudringen und sie dazu zu bewegen, vom Turm herunterzuklettern. Der dritte Jugendliche harrte noch bis etwa 1 Uhr morgens aus – fast sechs Stunden nach dem ersten Notruf – bevor auch er den Weg nach unten fand.

Erst nach Beendigung der Aktion stellte sich heraus, dass es sich bei dem vermeintlichen gefährlichen Gegenstand lediglich um eine Attrappe aus Kunststoff handelte. Dennoch hatte die Aktion der Jugendlichen ernste Konsequenzen.

Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten

Die Polizei Dortmund leitete umgehend Ermittlungen ein. Gegen die drei Jugendlichen wird wegen des Verdachts auf tätlichen Angriff, Bedrohung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und versuchte gefährliche Körperverletzung ermittelt. Der Einsatz wurde schließlich um 1.30 Uhr für beendet erklärt.

Wie viele Polizeibeamte und Spezialeinsatzkräfte genau an der sechsstündigen Aktion beteiligt waren, wurde von den Behörden nicht mitgeteilt. Der Vorfall unterstreicht jedoch die erheblichen Ressourcen, die solche gefährlichen Aktionen binden und die Risiken, die sowohl für die Jugendlichen als auch für die Einsatzkräfte entstehen.

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