Berliner Reitverein fällt auf Fake-Verkauf herein: 17.000 Euro für nicht existierenden Radlader verloren
Reitverein um 17.000 Euro durch Internetbetrug betrogen

Berliner Reitverein wird Opfer von raffiniertem Internetbetrug

Ein Berliner Reitverein ist durch einen professionell inszenierten Fake-Verkauf um 17.000 Euro betrogen worden. Die Täter gaben sich als Anwalt und Insolvenzverwalter aus und boten einen vermeintlichen Radlader aus einer Insolvenzmasse über das Internet an. Nach der Überweisung des Geldes verschwanden sowohl die Kontaktpersonen als auch die gesamte Internetpräsenz spurlos.

Seriöses Auftreten täuschte den Verein

Der Reitverein aus Berlin-Zehlendorf, der etwa 80 Pferde betreut, hatte lange nach einem gebrauchten Radlader gesucht. Vereinsvorsitzende Glinda Spreen berichtet: „Das Angebot wirkte äußerst solide und professionell. Wir haben das Anwaltsbüro überprüft, mehrfach mit verschiedenen Personen telefoniert und Fotos erhalten. Es gab keinerlei Anzeichen für einen Betrug.“ Eine Besichtigung des Geräts wurde mit der angeblichen großen Entfernung begründet – ein klassisches Warnsignal, das in diesem Fall übersehen wurde.

Kontaktabbruch nach Zahlung und verschwundenes Geld

Nach der Überweisung der 17.000 Euro wartete der Verein vergeblich auf die Anlieferung des Radladers. „Plötzlich war die Telefonnummer nicht mehr erreichbar und die Internetseite verschwunden“, so Spreen. Die Polizei wurde eingeschaltet, doch das über Jahre gesparte Geld gilt als verloren. Hauptkommissarin Tina Beutling vom Berliner Landeskriminalamt erklärt: „Bei Internetbetrug wird das Geld von den Tätern extrem schnell auf andere Konten im In- oder Ausland transferiert oder in Kryptowährungen angelegt.“ Die Opfer erkennen den Betrug meist zu spät, um noch reagieren zu können.

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Wichtige Sicherheitshinweise des Landeskriminalamts

Die Berliner Betrugsexpertin gibt konkrete Ratschläge für sichere Online-Käufe:

  • Anbieter genau prüfen: Wie lange ist die Person registriert? Welche Daten sind hinterlegt?
  • Recherche im Internet: Lassen sich die Angaben verifizieren? Handelt es sich um eine Firma oder Privatperson?
  • Vorsicht bei fehlender Besichtigung: Besonders verdächtig ist, wenn persönlicher Kontakt vermieden wird.
  • Keinem Druck nachgeben: Warnsignal ist, wenn zum schnellen Kauf gedrängt wird.

Beutling warnt jedoch: „Internetseiten lassen sich relativ einfach fälschen, und gestohlene Daten wirken oft überzeugend authentisch.“ Der Berliner Reitverein sucht nun nach alternativen Lösungen, während die Täter weiterhin unbehelligt bleiben.

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