Grausiger Fund in Altona: Verwesungsgeruch führt zu Leiche im Schrank
Ein unerträglicher Verwesungsgeruch in einer Erdgeschosswohnung im Hamburger Stadtteil Altona ließ die Nachbarn aufhorchen und veranlasste sie schließlich, die Polizei zu alarmieren. Als die Beamten die Räumlichkeiten durchsuchten, machten sie eine entsetzliche Entdeckung: Im Schrank fanden sie, sorgfältig in Laken eingewickelt, die Leiche von Eva-Maria P. (34). Die Frau war offenbar erschlagen worden. Nun steht ihr ehemaliger Lebensgefährte, Dennis H. (37), vor dem Hamburger Landgericht und muss sich wegen Totschlags verantworten.
Der Angeklagte: Gefasst und mit auffälligem Tattoo
Der schmächtige Angeklagte wirkt während des Prozessbeginns erstaunlich gefasst. Einzig ein großes Tattoo an seinem Hals sticht optisch hervor. Ungerührt lauscht er der Staatsanwältin, die die Anklage verliest. Der Vorwurf lautet auf Totschlag. Laut Anklage soll Dennis H. am 14. November 2024 im Zuge eines Streits seine ehemalige Partnerin mit einer Weinflasche so heftig auf den Kopf geschlagen haben, dass die Flasche zerbrach. Nachdem die 34-Jährige zu Boden gegangen war, soll er mindestens ein weiteres Mal zugeschlagen haben. Das Opfer erlitt dabei mehrere Schädelbrüche und verstarb noch am Tatort.
Tat und Aufklärung: Versteck im Schrank und zehntägige Suche
Nach der grausamen Tat soll der Angeklagte die Leiche seiner Ex-Freundin im Schrank versteckt und sie dort zurückgelassen haben. Erst ganze 15 Tage später wurde die Tote von der Polizei entdeckt. Die Mordkommission übernahm umgehend die Ermittlungen. Im April 2025 veröffentlichte die Polizei Hamburg ein Foto der Getöteten und rief damit öffentlich nach Zeugen. Diese Maßnahme führte schließlich im September 2025 zur Festnahme des ehemaligen Lebensgefährten, der seither in Untersuchungshaft sitzt.
Die Richterin äußerte sich im Prozess zur Beweislage und bezeichnete diese als eher schwierig. Dem Angeklagten wurde zugesichert, dass er im Falle eines Geständnisses mit einer Höchststrafe von achteinhalb Jahren rechnen könne. Für die Einlassung des Mannes nach der Anklageverlesung wurde die Öffentlichkeit jedoch ausgeschlossen. Als Begründung wurde angegeben, dass „höchstpersönliche Umstände“ zur Sprache kommen könnten. Nach vorliegenden Informationen war Eva-Maria P. Mutter eines achtjährigen Sohnes, der nun ohne seine Mutter aufwachsen muss.



