Prozess in Braunschweig: Frau wegen Mordversuchs mit Ameisensäure angeklagt
Prozess: Frau wegen Mordversuchs mit Ameisensäure angeklagt

Prozess in Braunschweig: Attacke mit Ameisensäure – Frau wegen Mordversuchs angeklagt

Als ihr Ehemann die Scheidung beantragte, soll eine 27-jährige Frau aus Niedersachsen dessen Tötung geplant haben. Ihr Partner überlebte den brutalen Säureangriff, erlitt jedoch schwerwiegende Verätzungen und erblindete vollständig. Jetzt beginnt am Landgericht Braunschweig ein aufsehenerregender Prozess, der die Hintergründe dieser tragischen Tat aufklären soll.

Ermittler: Angeklagte wollte Versicherungssumme kassieren

Wenige Tage vor dem Angriff informierte der Ehemann seine Partnerin über seinen Scheidungswunsch. Laut Staatsanwaltschaft entschloss sich die Frau daraufhin, ihren Mann zu töten, um an eine Risikolebensversicherung in Höhe von 400.000 Euro zu gelangen. Die Ankläger werfen der 27-Jährigen aus dem Landkreis Wolfenbüttel unter anderem versuchten Mord vor. Es gilt die Unschuldsvermutung, doch die Ermittlungen zeichnen ein düsteres Bild.

Nach Schilderung der Strafverfolger lockte die Frau ihren Mann im November 2025 unter einem Vorwand in den Keller des gemeinsamen Hauses in Schladen, wo auch die beiden Kinder lebten. Von hinten soll die Angeklagte ihrem wehrlosen Opfer die hochkonzentrierte Ameisensäure über den Kopf und das Gesicht geschüttet haben. Der Mann rettete sich vor das Haus, wo ein aufmerksamer Nachbar Erste Hilfe leistete und umgehend den Notruf alarmierte.

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Opfer mehrere Tage im künstlichen Koma

Durch den Säureangriff erlitt der Mann nach Angaben der Ermittler schwere Verätzungen an den Augen, am Hals und an den Armen. Die Hornhäute beider Augen wurden durch die Säureeinwirkung vollständig zerstört, was zur irreversiblen Erblindung führte. Wegen der extremen Schmerzen und der kritischen Verletzungen musste der Geschädigte für mehrere Tage in ein künstliches Koma versetzt werden, um die lebensbedrohliche Situation zu stabilisieren.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, die möglichen Folgen ihres Handelns gekannt zu haben, da sie sich vorab gezielt über die Wirkung von Ameisensäure informiert habe. Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage bis zum 8. Mai 2026 angesetzt, in denen die genauen Umstände und Motive der Tat aufgeklärt werden sollen. Dieser Fall wirft nicht nur rechtliche Fragen auf, sondern auch tiefgreifende gesellschaftliche Debatten über Gewalt in Beziehungen und die Folgen von Trennungskonflikten.

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