Brutaler Mordversuch im Schlaf: Schwester greift Schwester mit Vorschlaghammer an
Ein schockierender Fall von versuchtem Mord beschäftigt das Landgericht München. Kim S. (20) wird beschuldigt, ihre eigene Schwester im Schlaf mit einem vier Kilogramm schweren Vorschlaghammer brutal attackiert zu haben. Die Tat ereignete sich im elterlichen Haus am Rande Münchens, als die 22-jährige Schwester wehrlos schlief.
Verschüchterte Angeklagte und ein blutiger Plan
Auf der Anklagebank wirkte Kim S. am Dienstag verschüchtert und zurückgezogen. Mit leiser Stimme beantwortete sie die Fragen des Richters, während die Staatsanwaltschaft die grausamen Details der Tat schilderte. Laut Anklage kaufte die Arbeitslose nicht nur den schweren Hammer, sondern auch zwei Messer mit 18 und 20 Zentimeter langen Klingen. Im Internet recherchierte sie im Vorfeld, welche Strafe sie als Jugendliche für Mord erwarten würde.
Das Motiv: Hass und soziale Isolation. Die Staatsanwältin führte aus, Kim S. habe sich durch psychische Gewalt sozial isoliert gefühlt. Die Anklageschrift beschreibt die Schwester des Opfers als offen und beliebt, während Kim S. selbst als verschlossen und in sich gekehrt mit wenigen sozialen Kontakten charakterisiert wird. Psychische Erkrankungen und erfolglose Ausbildungsplatzsuche verstärkten ihren Groll.
Geplante Attacke und dramatische Rettung
Als die Mutter im April 2025 im Urlaub war, setzte Kim S. ihren mörderischen Plan in die Tat um. Auslöser war laut Anklage ein Streit ums Putzen im Haus. Sie nahm wirre Videos zu ihren Motiven auf und veröffentlichte diese in sozialen Medien. Dann schlich sie um 4 Uhr morgens ins Zimmer ihrer Schwester.
„Jetzt schaffe ich es, jetzt bringe ich dich um!“ – mit diesen Worten soll Kim S. auf die Schlafende eingeschlagen haben, als diese nach dem ersten Schlag erwachte und weitere Schläge abzuwehren versuchte. Mindestens zwei weitere Treffer am Kopf verzeichnet die Anklage. Die Angreiferin ließ ihre Schwester blutend zurück, in der Annahme, sie würde sterben.
Doch das Opfer überlebte mit Platzwunden und einer leichten Hirnblutung. Kim S. wurde festgenommen und befindet sich seither in einer geschlossenen Psychiatrie. Zu Prozessbeginn wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, die Verteidigerin Birgit Schwerdt hatte dies beantragt.
Video-Aussage aus Angst und bevorstehendes Urteil
Die Geschädigte sagte am ersten Verhandlungstag per Video-Schaltung aus – aus Angst vor ihrer Schwester. In zwei Wochen soll ein Urteil in diesem tragischen Familiendrama fallen, das tiefe psychische Abgründe und die Zerbrechlichkeit familiärer Bindungen offenbart.



