Schmierereien in Hoym: Hakenkreuze auf Schlossgelände - Stiftung zeigt sich entsetzt
Hakenkreuze auf Schlossgelände: Stiftung erstattet Anzeige

Verfassungsfeindliche Symbole auf historischem Gelände: Schloß Hoym Stiftung erstattet Anzeige

Die Schloß Hoym Stiftung hat nach massiven Schmierereien auf ihrem Gelände Anzeige wegen verfassungsfeindlicher Symbole erstattet. Auf dem historischen Schlossareal in Hoym wurden drei große Hakenkreuze sowie zahlreiche weitere Farbschmierereien entdeckt, die insbesondere die Nachbildung der Arche Noah und mehrere Panzer beschädigt haben.

Geschäftsführer zeigt sich entsetzt über wiederholte Vorfälle

Geschäftsführer René Strutzberg reagierte mit Entsetzen auf die jüngsten Vandalismusakte. „Da ist eine Grenze überschritten worden, die wir nicht akzeptieren können“, erklärte Strutzberg gegenüber der Presse. Besonders beunruhigend sei der zeitliche Zusammenhang mit einer Nachricht der Staatsanwaltschaft Magdeburg zu einem früheren Vorfall.

Bereits im November vergangenen Jahres war es auf dem Gelände der Stiftung zu einem schwerwiegenden Zwischenfall gekommen, bei dem in letzter Sekunde ein Brand verhindert werden konnte. Die Staatsanwaltschaft hatte nun zu diesem Fall Stellung genommen, was die aktuelle Situation für die Stiftung zusätzlich belastet.

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Historische Objekte als Ziel von Vandalismus

Die Schäden konzentrieren sich auf zwei bedeutende Objekte der Stiftungssammlung:

  • Die detailgetreue Nachbildung der biblischen Arche Noah, die als kulturhistorisches Ausstellungsstück dient
  • Mehrere historische Panzer, die Teil der militärgeschichtlichen Sammlung sind

Die Reinigung und Restaurierung der beschädigten Objekte wird voraussichtlich erhebliche Kosten verursachen und zeitliche Ressourcen binden. Die Stiftung betont, dass es sich nicht um einfache Graffiti handelt, sondern um politisch motivierte Beschädigungen mit verfassungsfeindlichem Charakter.

Polizeiliche Ermittlungen laufen bereits

Die örtliche Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die in der Nacht zum Wochenende verdächtige Aktivitäten auf dem Schlossgelände beobachtet haben könnten. Die Schloß Hoym Stiftung kooperiert vollumfänglich mit den Behörden und hat sämtliche verfügbaren Überwachungsaufzeichnungen zur Verfügung gestellt.

Die Stiftung plant zudem, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken. „Wir werden nicht zulassen, dass unser kulturelles Erbe durch derartige Akte beschädigt wird“, versicherte Strutzberg abschließend. Die Einrichtung bleibt vorerst für Besucher geöffnet, während die Reinigungsarbeiten im Hintergrund fortgesetzt werden.

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