Spektakuläre Festnahme in Pasewalk: Zwei Haftbefehle nach Schlägerei und Flucht
In der Pasewalker Oststadt hat sich am Samstagmittag, dem 11. April, ein dramatischer Vorfall ereignet, der zu einer spektakulären Festnahme führte. Ein Augenzeuge filmte die Szene vom Balkon aus, während die Polizei direkt vor einem Plattenbau zugriff. Die Ereignisse mündeten in zwei Haftbefehlen und laufenden Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten.
Körperliche Auseinandersetzung in der Robert-Koch-Straße
Nach Angaben von Polizei-Sprecherin Kimberly Schätzchen wurde ein 24-jähriger Deutscher von drei Tatverdächtigen verfolgt. Auf der Flucht suchte er Schutz bei einem 25-jährigen Bekannten in einer Wohnung in der Robert-Koch-Straße. Als die Wohnungstür geöffnet wurde, drängten die Verfolger gewaltsam mit in die Wohnung hinein.
In der Wohnung eskalierte die Situation zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 24-Jährigen, dem 25-Jährigen sowie zwei der Tatverdächtigen. Bei diesen handelt es sich um syrische Staatsangehörige im Alter von 26 und 37 Jahren. Der 24-Jährige erlitt dabei leichte Verletzungen. Ein dritter Tatverdächtiger, ein 19-jähriger Deutscher, verließ zu Beginn des Konflikts die Wohnung und begab sich zu einem vor dem Haus geparkten Fahrzeug.
Flucht und Festnahme
Anschließend flohen alle drei Verdächtigen mit dem Auto in Richtung Stettiner Chaussee. Die Polizei konnte die Männer jedoch kurze Zeit später stellen und vorläufig festnehmen. Gegen die beiden syrischen Tatverdächtigen erließ das Amtsgericht Pasewalk Haftbefehl, während der 19-Jährige auf freiem Fuß blieb.
Die Ermittlungen laufen derzeit wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, der Nötigung und der Freiheitsberaubung. Die Polizei hat die Hintergründe der Auseinandersetzung noch nicht vollständig aufgeklärt und macht dazu keine weiteren Angaben.
Mögliche Verbindung zu früheren Vorfällen
Interessant ist die Frage, ob es sich bei den festgenommenen Syrern um zwei Brüder handelt, die im Dezember 2025 wegen Bedrohung und versuchten Totschlags vor dem Landgericht Neubrandenburg angeklagt und freigesprochen wurden. Die Polizei wollte dies nicht bestätigen.
Bereits im August 2024 hatte sich in der Pasewalker Oststadt ein ähnlicher Vorfall im Drogenmilieu abgespielt, bei dem ein damals 41-Jähriger verletzt wurde. Ob es Verbindungen zwischen diesen Ereignissen gibt, bleibt unklar. Die Ermittlungen der Polizei konzentrieren sich nun auf die jüngste Auseinandersetzung und die möglichen Motive der Beteiligten.



