Jeffrey Epstein: Österreichs überraschende Rolle in den Enthüllungsakten
Epstein-Akten: Österreichs mysteriöse Verbindungen

Jeffrey Epsteins unerwartete Spuren in Österreich

Ende Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium mehr als drei Millionen Akten zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Nach intensiver Recherche zeigt sich ein überraschendes Bild: Österreich spielt in diesem Datenwust eine auffällig häufige Rolle. Zu keinem anderen vergleichsweise kleinen europäischen Land existieren derzeit so viele unterschiedliche Bezüge in den Enthüllungsdokumenten.

Die österreichischen Verbindungen des Milliardärs

Der schwerreiche Amerikaner suchte aktiv nach einer Luxuswohnung in Wien, wobei bislang ungeklärt bleibt, ob er tatsächlich eine Immobilie in der österreichischen Hauptstadt besaß. Epstein investierte zudem in eine von Wienern gegründete Onlinebank und förderte die Arbeit des aus Niederösterreich stammenden Harvard-Professors Martin Nowak mit Millionenbeträgen. Nowak war sogar auf Epsteins Privatinsel in der Karibik zu Gast.

Weitere finanzielle Zuwendungen flossen in den seinerzeit in Wien ansässigen Thinktank IPI. Gerüchten zufolge soll Epstein dort auch Frauen Praktika vermittelt haben, was weitere Fragen zu seinen Aktivitäten in Österreich aufwirft.

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Der mysteriöse Wien-Besuch kurz vor der Festnahme

Besonders rätselhaft erscheint ein Kurzbesuch Epsteins in Wien kurz vor seiner Festnahme im Jahr 2019. Der verurteilte Sexualstraftäter flog gemeinsam mit drei weiblichen Begleitpersonen nach Österreich und verbrachte nur wenige Stunden in der Stadt. Als verurteilter Straftäter hätte Epstein diese Reise bei den US-Behörden anmelden müssen, doch er unterließ diese Pflicht bewusst.

Die Motive für diesen geheim gehaltenen Trip bleiben bis heute ungeklärt und werfen zahlreiche Fragen zu Epsteins letzten Aktivitäten vor seiner Inhaftierung auf.

Politische und mediale Verflechtungen

Die Recherchen zeigen zudem, dass sich Epstein 2018 intensiv damit beschäftigte, den damaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz mit Stephen Bannon zusammenzubringen – dem berüchtigten Ex-Strategen von US-Präsident Donald Trump. Diese politischen Ambitionen des Milliardärs werfen ein neues Licht auf sein Einflussnetzwerk in Europa.

Ebenfalls dokumentiert ist der Schriftverkehr zwischen Epstein und der Wiener Herausgeberin Eva Dichand, einer der mächtigsten Medienfrauen Österreichs. Wie Dichand auf die Enthüllungen reagierte, bleibt Teil der weiteren Untersuchungen.

Die österreichischen Bezüge in den Epstein-Akten zeigen ein komplexes Geflecht aus finanziellen Investitionen, politischen Ambitionen und undurchsichtigen Kontakten, das die Alpenrepublik in unerwarteter Weise mit einem der größten Skandale der jüngeren Zeit verbindet.

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