Drei Jahre Haft für brutale Imbiss-Attacke in London
Ein junger Mann wurde am Dienstag vor Gericht in London zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er einen Imbiss-Mitarbeiter wegen fehlender Mayo und Knoblauchsoße brutal angegriffen und mit einer täuschend echten Attrappenwaffe bedroht hatte. Die schockierenden Szenen wurden durch Überwachungsvideos dokumentiert, die nun von der Polizei veröffentlicht wurden.
Heiligabend eskaliert wegen falscher Soßen
Der Vorfall ereignete sich bereits am Heiligabend des vergangenen Jahres im Londoner Stadtteil, als der 18-jährige Marwan Khadir einen Hähnchen-Imbiss betrat und eine Bestellung aufgab. Nach Angaben der Ermittler fragte Khadir den Verkäufer explizit nach der Menge der beigelegten Mayo- und Knoblauchsoßen-Packungen, erhielt die versprochene Antwort und verließ zunächst zufrieden das Lokal.
Doch zu Hause kam die böse Überraschung: Statt der gewünschten Soßen fand Khadir in der Tüte lediglich Burgersoße vor. Dies löste bei dem jungen Mann eine unkontrollierte Wutreaktion aus, die durch eine private Überwachungskamera in seiner Wohnung festgehalten wurde.
Brutaler Rückkehr mit tödlichen Drohungen
Das von der Polizei veröffentlichte Videomaterial zeigt, wie Khadir kurz darauf wutentbrannt in den Imbiss zurückkehrt. Er konfrontiert den Verkäufer, schreit ihn an und versucht, hinter die Theke zu gelangen. In der Eskalation packt er den Mitarbeiter am Kragen, schlägt auf ihn ein und springt schließlich über den Tresen.
„Ich werde dich jetzt umbringen“, brüllte Khadir laut Polizeiangaben, während er eine täuschend echt aussehende Waffe aus seiner Hose zog. Die bedrohliche Situation dauerte mehr als zwei Minuten, bevor Khadir das Lokal verließ.
Schnelle Festnahme durch Spezialkräfte
Dank der umfangreichen Videoaufnahmen konnte die Metropolitan Police den Täter bereits am 2. Januar identifizieren und festnehmen. Spezialkräfte nahmen Khadir in seiner Wohnung fest, wo sie neben der professionell gefertigten Attrappenwaffe auch gefälschte Munition sicherstellten.
Bei der gerichtlichen Verhandlung gestand der 18-Jährige vollumfänglich. Er räumte ein, die nachgemachte Pistole mit der Absicht besessen zu haben, Angst zu verbreiten, und gestand den Angriff auf den Imbiss-Mitarbeiter sowie die Todesdrohungen.
Gericht verhängt dreijährige Haftstrafe
Das Gericht verurteilte Marwan Khadir schließlich zu drei Jahren Haft. Die Richter bewerteten die Tat als besonders schwerwiegend, da nicht nur körperliche Gewalt angewendet, sondern auch mit einer Waffe gedroht wurde – selbst wenn es sich dabei um eine Attrappe handelte.
Dieser Fall zeigt in erschreckender Deutlichkeit, wie alltägliche Missverständnisse im Servicebereich zu unverhältnismäßigen Gewaltausbrüchen führen können. Die Londoner Polizei betonte in ihrer Stellungnahme, dass solche Übergriffe auf Servicepersonal keinesfalls toleriert werden und konsequent verfolgt werden.



