Greven: Scheune entpuppt sich als riesige Cannabisplantage - 32 Kilo Marihuana sichergestellt
Cannabisplantage in Grevener Scheune: 32 Kilo Marihuana sichergestellt

Greven: Scheune entpuppt sich als riesige Cannabisplantage - 32 Kilo Marihuana sichergestellt

In dem kleinen Dorf Greven im Amt Boizenburg-Land hat ein scheinbar harmloses Grundstück ein brisantes Geheimnis preisgegeben. Was sich in einer alten Scheune verbarg, brachte erst ein Polizeieinsatz ans Tageslicht und schockierte die Dorfgemeinschaft zutiefst.

Professionelle Aufzucht in ländlicher Idylle

Bereits Ende Februar 2026 hat die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin eine professionell betriebene Cannabisplantage in Greven ermittelt. Auf dem etwa 4000 Quadratmeter großen Grundstück fanden die Ermittler in einer Scheune eine unerlaubte Aufzuchtplantage von enormem Ausmaß. Neben 800 aktiven Cannabis-Pflanzen entdeckten die Beamten rund 32 Kilogramm bereits abgeerntetes Marihuana sowie 672 leere Kübel mit Pflanzenstielen.

Das sichergestellte Marihuana allein wird auf einen Schwarzmarktwert von über 200.000 Euro geschätzt, was die Dimensionen dieser illegalen Operation unterstreicht. Fünf albanische Staatsangehörige wurden direkt vor Ort festgenommen, die im Verdacht stehen, die Plantage bewirtschaftet zu haben.

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Dorfgemeinschaft völlig ahnungslos

Bürgermeister Fredo Kreft zeigte sich überrascht und bestätigte, dass die Dorfgemeinschaft kaum etwas von den illegalen Aktivitäten mitbekommen habe. "Es sei alles abgeschottet gewesen", so Kreft. Die mutmaßlichen "Gärtner" der Plantage hielten sich so konsequent im Gebäude auf, dass sie kaum draußen gesehen worden seien.

Zwar sei das Grundstück mit seinen vielen Schrottautos schon etwas suspekt gewesen, aber von einer Plantage solchen Ausmaßes habe niemand etwas geahnt. Der Bürgermeister äußerte die Befürchtung, dass wegen der Cannabis-Legalisierung immer mehr Glücksritter versuchen könnten, auf illegalem Weg schnelles Geld zu verdienen.

Sechs Festnahmen und Haftbefehle

Der 28-jährige Mieter des Objektes war zunächst flüchtig, stellte sich aber aufgrund des zunehmenden Fahndungsdrucks der Polizei und wurde ebenfalls festgenommen. Insgesamt wurden sechs Personen in Gewahrsam genommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin hat das zuständige Amtsgericht Ludwigslust Haftbefehle gegen alle sechs Beschuldigten angeordnet. In dem gegen sie eingeleiteten Ermittlungsverfahren wird ihnen unter anderem unerlaubtes Handeltreiben mit Cannabis in nicht geringer Menge vorgeworfen.

Logistische Herausforderung für die Behörden

Die Bergung der umfangreichen Beweismittel stellte eine logistische Herausforderung dar. Das Technische Hilfswerk kam zum Einsatz, um die große Anzahl an Pflanzen, Aufzuchtmittel und elektronischen Gerätschaften fachgerecht abzutransportieren.

Mittlerweile kehrt in der Scheune gegenüber der Kirche wieder Ruhe ein. Doch die Ereignisse haben das 800-Einwohner-Dorf nachhaltig erschüttert und zeigen, wie selbst in ländlicher Idylle kriminelle Strukturen Fuß fassen können.

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