15 Jahre Haft für Drogenlieferantin nach Tod von Friends-Star Matthew Perry
Im Zusammenhang mit dem tragischen Tod des beliebten Schauspielers Matthew Perry ist eine Drogenlieferantin zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Gericht in Los Angeles sprach die als Ketamin-Königin bekannte 42-Jährige schuldig und verhängte eine Haftstrafe von 15 Jahren. Diese Entscheidung folgt auf einen Schuldspruch in fünf Anklagepunkten, zu dem die Angeklagte bereits im September des Vorjahres plädiert hatte.
Die tragischen Umstände des Todesfalls
Matthew Perry, weltweit bekannt durch seine Rolle in der Kultserie Friends, wurde am 28. Oktober 2023 leblos im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles aufgefunden. Der Schauspieler war zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt. In seinem Blut wurden erhebliche Mengen des Narkosemittels Ketamin nachgewiesen, das nach Angaben der Staatsanwaltschaft maßgeblich zu seinem Tod beigetragen hat.
Die verurteilte Drogenlieferantin hatte Perry mit der tödlichen Dosis Ketamin versorgt. Die Staatsanwaltschaft hatte die volle Strafe von 15 Jahren gefordert, während die Verteidigung argumentierte, dass ihre Mandantin seit der Festnahme im August 2024 in Untersuchungshaft gesessen habe und damit bereits ausreichend Zeit hinter Gittern verbracht hätte. Das Gericht folgte jedoch der Forderung der Anklage.
Weitere Beteiligte und rechtliche Konsequenzen
Neben der Drogenlieferantin waren nach Perrys Tod mehrere weitere Personen festgenommen worden, darunter zwei Ärzte, ein Assistent und ein Bekannter des Schauspielers. Die strafrechtlichen Konsequenzen für diese Beteiligten gestalten sich unterschiedlich:
- Einer der Ärzte wurde im Dezember des Vorjahres zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
- Sein Kollege erhielt eine Strafe von acht Monaten Hausarrest.
- Die Urteile für den Assistenten und den Bekannten stehen noch aus und werden in separaten Verfahren entschieden.
Hintergrund zu Matthew Perrys Gesundheitskampf
Matthew Perry hatte in der Öffentlichkeit wiederholt über seinen langjährigen Kampf gegen Suchterkrankungen gesprochen. Berichten zufolge litt er unter Depressionen und Angstzuständen und hatte sich einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Parallel dazu soll er sich das Mittel jedoch auch illegal auf dem Schwarzmarkt beschafft haben.
Ketamin ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Narkosemittel in der Medizin und wird unter strengen Auflagen auch zur Behandlung von therapieresistenten Depressionen eingesetzt. Gleichzeitig wird die Substanz im Partyumfeld als illegale Clubdroge missbraucht, was mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden ist.
Der Fall unterstreicht die gravierenden Gefahren des illegalen Drogenhandels und die tragischen Konsequenzen, die sich aus dem Konsum von Substanzen außerhalb medizinischer Kontrolle ergeben können. Die Justiz sendet mit dem harten Urteil ein deutliches Signal gegen den unerlaubten Vertrieb von Betäubungsmitteln.



