Drei Nachwuchsdetektivinnen aus MV überzeugen bei Jugend forscht mit forensischer Spurensuche
Nachwuchsdetektivinnen überzeugen bei Jugend forscht mit Keks-Lupe

Drei junge Detektivinnen begeistern bei Jugend forscht mit forensischer Spurensuche

Beim 36. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ im Bereich der Junioren haben drei Nachwuchsforscherinnen der Bernsteinschule Ribnitz-Damgarten eindrucksvoll demonstriert, wie kriminalistische Spurensuche in der Praxis funktioniert. Ihr Stand war ein echter Hingucker mit Polizei-Absperrband, detailreichen Tatort-Bildern und professionellen Mikroskopen. Besonders beeindruckend war die choreografierte Vorführung der forensischen Arbeitsprozesse, die die Mädchen mit präzisen Erklärungen begleiteten.

Von der Fantasie zur wissenschaftlichen Methode

Die Schwestern Grete und Helene Bartz (11 Jahre) und ihre Freundin Romy Mareen Behrens (10 Jahre) haben ein klares Berufsziel: Sie wollen einmal Polizistinnen werden. Ihr Motto lautet programmatisch: „Die Pfefferkörner waren gestern, jetzt sind wir den Tätern auf der Spur.“ Ein ganzes Schuljahr lang arbeiteten die drei Mädchen strukturiert an mikroskopischen Methoden und erstellten eine solide Datengrundlage für zukünftige forensische Vergleiche.

„Wir wollten schon immer mal Detektive sein und das selbst ausprobieren“, erklärt Romy mit leuchtenden Augen. „Damit geht es schneller und der Täter kann schon viel früher gefunden werden“, ergänzt Grete selbstbewusst. Ihr Forschungsgegenstand sind Tierhaare – und diese stammen direkt von ihren eigenen Haustieren: Hund, Katze, Pferd und Schaf.

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Professionelle Betreuung durch MikroMint

Fachlich begleitet werden die jungen Forscherinnen von Dieter Weiss vom Rostocker Verein MikroMint. Der erfahrene Wissenschaftler vermittelt den Mädchen saubere mikroskopische Techniken, zeigt ihnen, wie sie Markkanäle und Schuppenmuster untersuchen können und wie Proben nach festen Kriterien zugeordnet werden. „Sorgfältig, reproduzierbar, nachvollziehbar“, betont Weiss die wissenschaftlichen Grundprinzipien.

Der Verein MikroMint betreut Schülerlabore in ganz Mecklenburg-Vorpommern, um die MINT-Bildung an Schulen nachhaltig zu stärken. Seit einem Jahr ist die Organisation auch in Ribnitz-Damgarten aktiv. Ralph Tascher, Lehrer an der Bernsteinschule, zeigt sich begeistert vom Engagement: „Am Anfang waren wir sechs Teilnehmer, jetzt brauchen wir schon fast einen zweiten Raum.“

Von der Fernsehserie zum realen Schülerlabor

Die Inspiration für ihr Projekt holten sich die drei Mädchen aus der Fernsehserie „Die Pfefferkörner“, doch die praktische Umsetzung erfolgte im schulischen Rahmen und im Schülerlabor. Für Grete, Helene und Romy steht fest: „Wir wollen weitermachen.“ Ihre Datenbank soll kontinuierlich wachsen und „vielleicht nehmen wir ja auch Menschenhaare noch mit auf“, so Helene mit einem verschmitzten Lächeln.

Die forensische Arbeit bietet den jungen Forscherinnen nicht nur spannende Einblicke in kriminalistische Methoden, sondern auch einen praktischen Einstieg in das methodische Arbeiten im Team. Die Fernsehserie lieferte die fantastische Vorlage, Schule und Schülerlabor den professionellen Rahmen – und nun sind Grete, Helene und Romy mit ihrer Keks-Lupe tatsächlich „den Tätern auf der Spur“.

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