Die Kindertagesstätte in Reppichau steht vor dem Aus. Zum 1. August soll die Einrichtung geschlossen werden, wie die Gemeindeverwaltung des Osternienburger Landes mitteilte. Grund dafür ist die extrem niedrige Auslastung: Nur 22,2 Prozent der Plätze waren Ende Januar belegt. Das entspricht etwa jedem fünften Platz.
Auslastung von 22,2 Prozent
Die Zahlen, die der Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt bekam, sind eindeutig. Von den insgesamt 45 Plätzen in der Kita waren nur zehn belegt. Die geringe Nachfrage macht den Weiterbetrieb aus wirtschaftlicher Sicht unmöglich. Die Verwaltung sieht keine Perspektive für eine Steigerung der Auslastung in naher Zukunft.
Betreuung der Kinder wird neu organisiert
Für die betroffenen Familien wird die Betreuung der Kinder ab dem 1. August anderweitig sichergestellt. Die Gemeinde plant, die Kinder in benachbarten Einrichtungen unterzubringen. Die Eltern sollen rechtzeitig über die konkreten Optionen informiert werden. Die Verantwortlichen betonen, dass die Qualität der Betreuung auch nach der Schließung gewährleistet bleibt.
Die Entscheidung zur Schließung fiel nicht leicht, doch die anhaltend niedrigen Belegungszahlen ließen keinen anderen Schluss zu. Die Kita in Reppichau ist kein Einzelfall: In vielen ländlichen Regionen Deutschlands kämpfen Kindertagesstätten mit sinkenden Kinderzahlen und einer Unterauslastung.



