Kreissportbund fördert Hauptamtliche für Ehrenamt in Sportvereinen
Hauptamt unterstützt Ehrenamt: KSB fördert drei Vereine

Mehr als 600.000 Ehrenamtliche engagieren sich in Mecklenburg-Vorpommern in verschiedenen Bereichen, darunter auch in Sportvereinen. Um diese Ehrenamtlichen zu entlasten, hat der Kreissportbund Ludwigslust-Parchim (KSB) ein Modellprojekt ins Leben gerufen. Bei „Hauptamt unterstützt Ehrenamt“ können drei Vereine mit mehr als 500 Mitgliedern einen hauptamtlichen Mitarbeiter auf Minijobbasis einstellen, der die Arbeit im Verein unterstützen soll. Das Projekt ist vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2027 geplant, also rund 18 Monate.

Dialog zwischen Vereinen ohne hauptamtlichen Mitarbeiter

Der KSB hat Vereine zu einem Dialog eingeladen, die für das Modellprojekt infrage kommen. Ehrenamtliche der Vereine SG Motor Boizenburg, SV Fortschritt Neustadt-Glewe, Hagenower SV, MSV Pampow, SG Aufbau Boizenburg, TSV Empor Zarrentin, TSV Goldberg, Wittenburger SV und des Kreisleichtathletikverbandes haben an der Infoveranstaltung in Ludwigslust teilgenommen – online oder vor Ort. „Diese Vereine gehören zu den Mitgliederstärksten im Landkreis“, sagt KSB-Geschäftsführerin Katja Kant. „Sie beschäftigen, wie beispielsweise die SG 03 Ludwigslust/Grabow oder der Lübzer SV, keinen hauptamtlichen Vereinssportlehrer.“

Bedarf überwiegend in der Verwaltung des Vereins

In welchen Bereichen benötigen die Vereine Unterstützung? Genannt wurden administrative Aufgaben und Verwaltung, aber auch Digitalisierung und Social Media. Der Antrag von Fördermitteln ist ebenfalls ein Thema für die Vereine.

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Vereine sollen Konzepte erarbeiten

Nun müssen die Vereine ein Konzept ausarbeiten. „Es müssen klare Aufgaben formuliert und eine Ansprechperson im Verein gefunden werden“, erklärt Vereinsberaterin Kriemhild Kant. Außerdem müsse geklärt werden, wer für die Stelle infrage kommt – etwa Azubis, Studenten, Rentner oder Teilzeitbeschäftigte. Hilfreich wäre es, wenn der potenzielle Kandidat den Verein kennt. Der Kreissportbund hat den Vereinen eine Checkliste an die Hand gegeben, die als „Roter Faden“ bei der Erarbeitung helfen soll. Finanziert wird das Modellprojekt zu 75 Prozent vom Kreissportbund. 167 Euro trägt jeder Verein als Eigenanteil selbst.

Drei Modelle, drei Vereine

Nach Pfingsten möchte der KSB drei Vereine auswählen. „Wir wollen drei Vereine, also auch drei verschiedene Modelle. So möchten wir herausfinden, in welchen Bereichen sich das Projekt etablieren könnte“, erläutert Kriemhild Kant. Wichtig ist, dass klar formuliert wird, welche Aufgaben der Hauptamtliche im Verein übernehmen soll. Es bringe nichts, wenn jemand da ist, der plötzlich die ganze Arbeit machen soll. „Die Person soll das Ehrenamt entlasten und nicht alle Aufgaben übernehmen“, betont die Vereinsberaterin.

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