Wasserschaden und Insolvenz: Nächster Rückschlag für Bützower Regionale Schule
Wasserschaden und Insolvenz: Rückschlag für Bützower Schule

Wasserschaden und Insolvenz: Nächster Rückschlag für die Regionale Schule Bützow

Der Neubau der Regionalen Schule in Bützow erleidet einen weiteren schweren Rückschlag. Ein Wasserschaden im Gebäudeinneren und die kurzfristige Insolvenz eines wichtigen Hochbaugewerks gefährden den geplanten Fertigstellungstermin. Trotz dieser Probleme halten die Verantwortlichen weiterhin am Einzug zum neuen Schuljahr 2026/27 fest.

Leckage im Fernwärmesystem verursacht Wasserschaden

„Hintergrund ist eine Leckage im Fernwärmesystem“, erklärt Bürgermeister Christian Grüschow die Ursache des Wasserschadens. Betroffen ist die künftige Aula des Schulgebäudes, die etwas tiefer liegt als die Umgebung. Durch eine Stufe lief Wasser herunter, wodurch der Schaden überhaupt erst sichtbar wurde und rechtzeitig erkannt werden konnte.

Der Estrich und zahlreiche Trockenbauwände mussten daraufhin getrocknet, zurück- und neugebaut werden. „Wir hatten Glück im Unglück“, schätzt Grüschow ein. „Wäre das ein halbes Jahr später aufgefallen, hätten wir die ganze Bude auseinandernehmen müssen. Insofern sind wir hoffentlich mit einem blauen Auge davongekommen.“

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Insolvenz eines Baugewerks verschärft die Situation

Doch kaum war der Wasserschaden bewältigt, folgte Anfang dieser Woche die nächste Hiobsbotschaft: Ein Hochbaugewerk hat Insolvenz angemeldet. „Dafür müssen kurzfristig Lösungen gefunden werden“, erklärt Grüschow. „Wir arbeiten aber mit Hochdruck daran, den Fertigstellungstermin einzuhalten.“

Der Zeitdruck wird immer größer, denn am 24. August 2026 beginnt das neue Schuljahr. Bis dahin soll alles fertig sein. „Wir haben keinen Plan B“, betont der Bürgermeister. „Wir haben alle Flächen, die wir bisher angemietet haben, gekündigt.“

Fortschritte trotz aller Widrigkeiten

Immerhin gibt es auch positive Entwicklungen. Die Möbel für die Fachräume Chemie, Physik und Naturwissenschaften sind bereits eingetroffen und werden in den kommenden Wochen aufgebaut. Damit sind zumindest diese Fachräume schon einmal ausgestattet.

Auch im Außenbereich sind Fortschritte zu erkennen, nachdem das hartnäckige Winterwetter dort lange Zeit keine Arbeiten zugelassen hatte. Vor dem Gebäude am Vierburgweg wurden bereits Bordsteine gesetzt und erste Zuwegungen angelegt. Rund um das Gebäude wurden zudem einige Erdhügel aufgeschüttet.

Parkplatzsperrung und weitere Maßnahmen

Demnächst wird die Bushaltestelle und der Parkplatz vor der Wilhelm-Schröder-Sporthalle komplett erneuert. „Das sollte eigentlich zum Schluss gemacht werden“, erklärt Grüschow. „Wir ziehen das aber vor, weil zum Beispiel für die Dacharbeiten die Rüstung noch gebraucht wird.“

Der Parkplatz ist deshalb ab dem 7. April 2026 nicht mehr nutzbar. Die Arbeiten im Inneren und Äußeren laufen inzwischen parallel weiter, um den Zeitplan so gut wie möglich einzuhalten.

Hintergrund zum Schulneubau

Die Grundsteinlegung für den Neubau der Regionalen Schule in Bützow erfolgte im Juli 2024. Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks entsteht ein Schulgebäude, das Platz für rund 400 Schüler bieten soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 36 Millionen Euro.

Die offizielle technische Übergabe ist für Ende Juli 2026 geplant, damit das Gebäude rechtzeitig zum Schuljahresbeginn in Betrieb genommen werden kann. Ob dieser Termin trotz der aktuellen Rückschläge gehalten werden kann, bleibt abzuwarten.

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