Tag des Brotes in Dömitz: Vom Schulprojekt zum großen Event für Lebensmittel und Berufe
Tag des Brotes in Dömitz: Vom Schulprojekt zum Event

Tag des Brotes in Dömitz: Vom kleinen Schulprojekt zum großen regionalen Event

Am Gymnasialen Schulzentrum in Dömitz standen am Mittwoch, dem 15. April 2026, nicht Deutsch oder Mathematik auf dem Stundenplan, sondern praktisches Wissen über Lebensmittel und Handwerk. Bereits zum dritten Mal fand hier der Tag des Brotes statt, der sich von einer bescheidenen Idee zu einem beeindruckenden Event entwickelt hat. Schon am frühen Morgen waren ein riesiger Mähdrescher und zahlreiche Ausstellungsstände auf dem Schulgelände zu sehen, die den Schülern aller Altersstufen ein vielfältiges Programm boten.

Rasantes Wachstum und breite Unterstützung

Roland Görlitz, Bäckermeister aus Neu Kaliß und Initiator der Aktion, zeigt sich überwältigt vom Erfolg. „Ich bin mächtig stolz und dankbar“, sagt er, „dass sich der Tag des Brotes in so kurzer Zeit zu einem so großen Ereignis entwickelt hat.“ Unterstützt wird er von seinem Vater Günter und seinem Sohn Martin, die gemeinsam die Tradition des Bäckerhandwerks repräsentieren. Die Veranstaltung zog zahlreiche Partner an, darunter Bäcker aus Süd-Westmecklenburg und der Prignitz, die fast 80 Brote einer fachmännischen Prüfung unterzogen. Auch Landwirte, die Handwerkskammer, der Bauernverband und Unternehmen wie Edeka waren vor Ort, um ihr Wissen und ihre Produkte zu präsentieren.

Lebensmittel entdecken und Berufsperspektiven erkunden

Das Event verfolgt zwei zentrale Ziele: Zum einen soll den Schülern der Weg der Lebensmittel von der Aussaat über die Ernte bis zur Veredlung veranschaulicht werden. Zum anderen dient es als Plattform für Berufsorientierung, bei der Ausbildungsbetriebe und potenzielle Azubis in ungezwungener Atmosphäre zueinanderfinden können. Das Interesse der Kinder war gleichermaßen groß für das Essen wie für die beruflichen Möglichkeiten, wie Aussteller berichteten. Unter dem Motto „Riecht, schmeckt, probiert“ wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Werbung für das Handwerk gemacht – denn bekanntlich geht die Liebe ja durch den Magen.

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Prominente Gäste und praktisches Lernen

Die Bedeutung des Events unterstreicht die Anwesenheit hochrangiger Gäste. Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim (SPD), und Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung (Linke), ließen es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen. Bei einem Rundgang über das Gelände griffen sie kurzerhand selbst zu Rührschüssel und Backofen, backten mit Kindern Kuchen und Muffins und erfuhren so aus erster Hand, wie das Leben eines Konditors aussieht. Marcel Warmt, Leiter des Schulzentrums, betont, dass der Tag des Brotes bereits fest zur Schulkultur gehört und ein Zeichen für die gute regionale Vernetzung der Schule ist.

Bildung und Praxis gehen Hand in Hand

Trotz ausgefallener Mathe- und Deutschstunden haben die Schüler an diesem Tag reichlich gelernt. Der Tag des Brotes in Dömitz beweist, dass Bildung und Praxis hervorragend zusammenpassen können. Alle Beteiligten sind überzeugt, dass solche Events nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Begeisterung für Handwerk und Landwirtschaft wecken. Damit hat sich die kleine Idee, Kindern zu zeigen, wo ihr Essen herkommt, zu einem nachhaltigen und wertvollen Beitrag für die Region entwickelt.

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