Felix Neureuther fordert Social-Media-Verbot für Kinder und kritisiert Digitalisierung in Schulen
Neureuther: Social-Media-Verbot für Kinder notwendig (07.04.2026)

Felix Neureuther fordert Social-Media-Verbot für Kinder und kritisiert Digitalisierung in Schulen

Der ehemalige Skistar Felix Neureuther hat sich in einem aktuellen Interview deutlich für ein Social-Media-Verbot für Kinder und jüngere Jugendliche ausgesprochen. Der 42-jährige vierfache Vater äußerte sich kritisch zur zunehmenden Digitalisierung im Schulunterricht und forderte ein Umdenken im Bildungssystem.

Digitalisierung in Schulen nicht zukunftsorientiert

Neureuther betonte im Gespräch mit der AZ: „Wenn man in der zweiten Klasse schon iPad-Unterricht hat, ist das in meinen Augen nicht zukunftsorientiert, ganz im Gegenteil.“ Der Ex-Sportler, der selbst Vater von vier Kindern ist, plädiert stattdessen für mehr naturbezogenen Unterricht und kreative Förderung. „Es ist so wichtig für die Entwicklung des Gehirns, dass Kinder mit einem Stift schreiben!“

Der Gründer der Felix-Neureuther-Stiftung unterstützt aktuell den Schreibwettbewerb des Bayerischen Jugendpreises zum Thema „Gesunde Kinder auf einer gesunden Erde“. Er begründet sein Engagement damit, dass zukünftig kreative Köpfe benötigt werden, um den wertschätzenden Umgang mit der Natur zu bewahren.

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Klare Forderung nach Social-Media-Verbot

Neureuther äußerte sich unmissverständlich: „Für mich gibt es da nur eine Möglichkeit: Das Verbot der Sozialen Medien muss umgesetzt werden – und ich bin wirklich kein Freund von Verboten.“ Der Ex-Skistar warnt davor, dass Kinder durch soziale Medien viel zu früh mit extremen Inhalten in Berührung kommen, auf die sie nicht vorbereitet sind.

Er berichtete von einem Pädagogen aus Weilheim, der mit Zwölf- oder 13-Jährigen im Unterricht Fake-Accounts erstellt, um die Gefahren der digitalen Welt aufzuzeigen. „So sehen die Jugendlichen, wie gefährlich diese digitale Welt tatsächlich ist.“ Auch dieser Pädagoge vertrete die Meinung, dass Verbote die einzige Lösung seien.

Kritik an Eltern und Forderung an Lehrer

Neureuther richtete auch klare Worte an das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrern: „Lehrer müssen wieder mehr Verantwortung bekommen, Eltern dürfen nicht eine solche Power haben und gleich mit dem Anwalt vor der Tür stehen.“ Der vierfache Vater bezieht sich dabei auf Fälle, in denen Eltern von Schulkindern mit rechtlichen Schritten drohen.

Statt weiterer Digitalisierung fordert Neureuther einen Rückzug zum Analogen: „Klar, sonst ziehen sich Kinder in eine virtuelle Welt zurück, die einfach keine reale ist.“ Er betont die Bedeutung des Zwischenmenschlichen und plädiert für mehr Zugänglichkeit von Sportstätten für alle Kinder.

Praktische Umsetzung im Familienalltag

In seinem eigenen Familienalltag setzt Neureuther auf regelmäßige Aufenthalte in der Natur: „Ehrlich gesagt: Wir müssen mit denen raus gehen. Drinnen funktioniert das nicht.“ Der Ex-Sportler ist überzeugt, dass Kinder durch Vorleben lernen und Eltern eine Vorbildfunktion haben müssen.

Seine Forderungen im Überblick:

  • Social-Media-Verbot für Kinder und jüngere Jugendliche
  • Weniger Digitalisierung, mehr analoger Unterricht in Schulen
  • Stärkung der Verantwortung von Lehrern gegenüber Eltern
  • Mehr naturbezogener Unterricht und kreative Förderung
  • Bewusstseinsbildung für die Gefahren digitaler Medien

Neureuthers Positionen fallen in eine Zeit, in der viele europäische Länder über Social-Media-Regulierungen für Kinder diskutieren. In Australien werden ähnliche Verbote bereits praktiziert, während in Deutschland die Debatte kontrovers geführt wird.

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