Neues Kapitel im Mitteldeutschen Revier: Mibrag Bildungszentrum startet als eigenständige Tochter
Im Herzen des Mitteldeutschen Reviers vollzieht sich ein bedeutender Schritt im Strukturwandel. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) hat ihr modernes Ausbildungszentrum in Profen als selbstständiges Tochterunternehmen ausgegliedert. Seit dem 1. April firmiert die Einrichtung unter dem Namen Mibrag Bildungszentrum und positioniert sich damit als Leuchtturmprojekt für die regionale Transformation.
Bildungsminister besichtigt neuen Leuchtturm
Bildungsminister Jan Riedel (CDU) stattete dem neu gegründeten Bildungszentrum am Mittwoch einen Besuch ab. Die Einrichtung am Rande des Mibrag Tagebaus Profen beschäftigt zwölf festangestellte Mitarbeiter und bildet derzeit mehr als 50 Lehrlinge in verschiedenen technischen Berufen aus. „Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein für die Bildungslandschaft in unserer Region“, betonte der Minister während seines Rundgangs.
Vom Lehrling zum Geschäftsführer: Nico Pooks bemerkenswerte Karriere
Die Geschäftsführung des neuen Unternehmens übernimmt Nico Pook, ein echter „Mibrag-Gewächs“. Der 36-Jährige begann seine Laufbahn bei Mibrag mit einer Ausbildung zum Industriemechaniker, arbeitete anschließend als Geräteschlosser im Tagebau Schleenhain und qualifizierte sich kontinuierlich weiter. Nach Abschlüssen als Techniker und Ausbilder ist er seit September 2016 im Ausbildungszentrum tätig und kennt den Betrieb daher aus erster Hand.
„Es ist ein besonderer Schritt für mich und mein Team, besonders für mein Team, denn das macht für mich den Unterschied aus“, erklärt Pook seine Motivation. Seine persönliche Entwicklung spiegelt dabei beispielhaft die Möglichkeiten wider, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern bietet.
Strategische Bedeutung für den Strukturwandel
Die Ausgliederung des Bildungszentrums erfolgt in einer Phase tiefgreifender Veränderungen im Mitteldeutschen Revier. Als eigenständige Tochtergesellschaft kann das Bildungszentrum nun:
- Flexibler auf die Bedürfnisse des regionalen Arbeitsmarktes reagieren
- Innovative Ausbildungskonzepte eigenständiger umsetzen
- Als unabhängige Bildungseinrichtung neue Kooperationen eingehen
- Die berufliche Qualifizierung über die Braunkohleindustrie hinaus ausbauen
Mit zwölf Beschäftigten und über 50 Auszubildenden bildet das Zentrum nicht nur Fachkräfte für die Mibrag selbst aus, sondern trägt wesentlich zur Fachkräftesicherung in der gesamten Region bei. Die moderne Ausstattung und langjährige Erfahrung in der technischen Ausbildung machen die Einrichtung zu einem wichtigen Pfeiler des Strukturwandels.
Perspektiven für die Zukunft
Die Verselbstständigung des Bildungszentrums erfolgt zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Während die Braunkohleförderung schrittweise zurückgefahren wird, gewinnt die Qualifizierung von Fachkräften für zukunftsträchtige Industrien an Bedeutung. Das Mibrag Bildungszentrum kann nun als eigenständige Einrichtung:
- Sein Ausbildungsportfolio über traditionelle Bergbauberufe hinaus erweitern
- Stärker mit anderen Bildungsträgern und Unternehmen kooperieren
- Als Kompetenzzentrum für die Region fungieren
- Die Transformation des Mitteldeutschen Reviers aktiv mitgestalten
Die Ausgliederung unterstreicht damit nicht nur das Engagement der Mibrag für die berufliche Bildung, sondern auch den Willen, den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier aktiv und zukunftsorientiert zu gestalten.



