Thüringen stärkt digitale Forschungsinfrastruktur mit Millioneninvestition
Mit einer bedeutenden finanziellen Förderung in Höhe von acht Millionen Euro soll die digitale Forschungslandschaft in Thüringen einen entscheidenden Schub erhalten. Das IT-Zentrum der Thüringer Hochschulen wird durch die Anschaffung eines modernen Hochleistungsrechners erheblich aufgewertet, wie das Wissenschaftsministerium des Freistaats mitteilte.
Leistungsstarke Rechenplattform für alle staatlichen Hochschulen
Der neue Hochleistungsrechner soll ab dem Jahr 2028 allen zehn staatlichen Hochschulen Thüringens zur Verfügung stehen. Diese Rechenplattform ist speziell für rechen- und datenintensive Forschungsvorhaben konzipiert und wird damit zu einem zentralen Knotenpunkt für KI-gestützte Forschung im gesamten Bundesland.
Thüringens Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) betonte bei der Übergabe des Fördermittelbescheids an die Technische Universität Ilmenau: „Wer in der internationalen Forschung mithalten will, braucht leistungsfähige digitale Infrastruktur. Mit dieser Investition schaffen wir die technologische Grundlage, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an allen Thüringer Hochschulen auf dem Niveau arbeiten können, das die Forschung im Zeitalter Künstlicher Intelligenz erfordert.“
Breites Anwendungsspektrum und Finanzierungsmodell
Das Anwendungsspektrum der neuen Hochleistungsinfrastruktur ist äußerst vielfältig und umfasst zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen:
- Strömungssimulationen in der Ingenieurwissenschaft
- Materialforschung für innovative Werkstoffe
- Anwendungen der Künstlichen Intelligenz
- Projekte im Bereich Maschinelles Lernen
- Datenintensive Analysen in den Naturwissenschaften
Die Finanzierung des ambitionierten Projekts erfolgt durch eine Dreiteilung der Mittel:
- 60 Prozent der Gesamtsumme stammen aus EU-Fördermitteln
- 20 Prozent trägt das Land Thüringen bei
- 10 Prozent übernehmen die beteiligten Hochschulen selbst
Diese Aufteilung unterstreicht die überregionale Bedeutung der Investition und die gemeinsame Verantwortung für zukunftsfähige Forschungsbedingungen.
Strategische Bedeutung für den Wissenschaftsstandort
Die Investition in den Hochleistungsrechner markiert einen strategischen Schritt zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Thüringen. Durch die Bereitstellung modernster Rechenkapazitäten werden nicht nur bestehende Forschungsprojekte unterstützt, sondern auch neue, innovative Vorhaben ermöglicht, die ohne entsprechende Infrastruktur nicht realisierbar wären.
Das IT-Zentrum der Thüringer Hochschulen entwickelt sich damit zu einer zentralen Einrichtung für digitale Spitzenforschung, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen gleichermaßen zugutekommt und die Wettbewerbsfähigkeit Thüringens im nationalen und internationalen Forschungsbetrieb nachhaltig stärkt.



