Letzter Schultag in Halle: Abiturienten feiern auf der Peißnitzinsel
Eigentlich sollte der letzte Schultag für die künftigen Abiturienten am Freitag auf der Peißnitzinsel in Halle (Saale) ein rauschendes Fest werden. Bis weit in den Nachmittag hinein blieben die erwarteten feiernden Massen jedoch aus. Die Veranstalter gingen dennoch davon aus, dass sich im Laufe des Abends noch deutlich mehr Besucher einfinden würden.
Veranstaltung mit Genehmigung bis 23 Uhr
Die große Abi-Fete der halleschen Abiturienten fand in diesem Jahr nicht wie traditionell üblich auf der Ziegelwiese statt, sondern auf der Ulrichswiese zwischen Peißnitzhaus und Peißnitzbühne. Grund für die Verlegung war eine Baustelle auf dem gewohnten Gelände. Die Stadt Halle genehmigte die School-Out-Party mit Bühnenprogramm bis 23 Uhr.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom städtischen Streetwork-Team unter aktiver Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Für die Dauer der Feier blieb auch die Toilettenanlage an der Peißnitzbühne geöffnet. Die Stadt richtete zudem eine Ruhezone ein und stellte ein Awareness-Team bereit.
Sicherheitsvorkehrungen und Appell zur Vernunft
Ordnungsamt, Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort präsent, um für Sicherheit zu sorgen. Zusätzlich wurde eine Beleuchtung aufgebaut und für die Müllentsorgung ein Container aufgestellt sowie Müllsäcke verteilt.
Tobias Teschner, Leiter des Fachbereichs Sicherheit, appellierte im Vorfeld an die Vernunft der Teilnehmer: „Alkoholkonsum darf kein Experiment sein und sollte keinesfalls exzessiv betrieben werden. Achtet aufeinander, sowohl bei der Abi-Fete als auch dem Rückweg.“ Die Stadt wünschte allen Beteiligten eine schöne und unterhaltsame Veranstaltung.
Verzögerter Start und Unklarheiten
Am Nachmittag präsentierte sich die Festfläche auf der Peißnitzinsel noch erstaunlich leer. Nur vereinzelt hatten sich Abiturienten eingefunden. Als mögliche Gründe wurden das Wetter und organisatorische Unklarheiten genannt. Vor Ort hieß es, dass bis kurz zuvor nicht sicher war, ob die Abi-Fete überhaupt stattfinden könne und die Organisation daher sehr kurzfristig erfolgte.
Parallel dazu zeigten sich an den Schulen selbst kreative Abschiedsgesten: Am Burggymnasium Wettin im Saalekreis hatten Abiturienten die Wege zur Schule mit reichlich Absperrband verhangen. Auch vor dem Südstadt-Gymnasium in Halle war Flatterband anlässlich des letzten Schultags gespannt.
Die Polizei und das Streetwork-Team vor Ort blieben optimistisch, dass sich die Lage zum Abend hin deutlich beleben würde. Die Abiturienten standen somit zwischen dem feierlichen Abschluss ihrer Schulzeit und der Vorfreude auf die anstehenden Prüfungen.



