50 Jahre Hans-Fallada-Schule: Kreidetafeln und Gemeinschaft im ländlichen Raum
50 Jahre Schule auf dem Land: Hier wird noch mit Kreide geschrieben

50 Jahre Hans-Fallada-Schule: Tradition und Gemeinschaft im ländlichen Raum

Die Hans-Fallada-Schule in Feldberg blickt auf ein halbes Jahrhundert Bildungsgeschichte zurück. Bei einer festlichen Veranstaltung in der Aula der Schule wurde dieses besondere Jubiläum gebührend gefeiert. Die Gäste erlebten ein vielfältiges Programm, darunter den Kinderchor der Feldberger Schule, der die Feierstunde musikalisch umrahmte.

Bürgermeisterin zieht historischen Bogen bis zu Sokrates

Bürgermeisterin Constance von Buchwaldt (SPD) spannte in ihrer Rede einen beeindruckenden Bogen von der Gegenwart bis in die Antike. Sie zitierte den griechischen Philosophen Sokrates, der bereits vor über zweitausend Jahren über die Erziehung der Jugend gesprochen hatte. Die Bürgermeisterin betonte die zentrale Bedeutung der Schule für die gesamte Gemeindeentwicklung: „Ohne Schule keine gemeindliche Entwicklung“, machte sie deutlich und unterstrich damit den hohen Stellenwert der Bildungseinrichtung für die Feldberger Seenlandschaft.

Handschrift und Kreidetafeln bleiben erhalten

Ein besonderes Augenmerk der Feier lag auf den traditionellen Unterrichtsmethoden, die an der Hans-Fallada-Schule weiterhin gepflegt werden. Grundschulkoordinatorin Dietlind Stolzmann bestätigte in ihrer Ansprache, dass die Kinder nach wie vor in Hefte schreiben würden und dass es im Schulgebäude noch Tafeln gebe, auf denen ausschließlich Kreide verwendet werden könne. Die Bürgermeisterin erhielt für ihre Ermunterung, mehr zu schreiben als zu tippen, zustimmendes Nicken aus den Reihen der Lehrerschaft.

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Von Schülerinnen zu Lehrerinnen: Eine besondere Verbindung

Die persönlichen Verbindungen zur Schule wurden während der Feierstunde besonders deutlich. Dietlind Stolzmann verriet den Gästen, dass sie selbst vor 40 Jahren an dieser Schule ausgeschult wurde und zum ersten Jahrgang gehörte, der in Feldberg eingeschult wurde. Heutige Direktorin Anja Engel wurde 1990 an derselben Schule eingeschult und kehrte später als Pädagogin zurück. „Ich hätte damals nie gedacht, dass ich heute hier mal stehen würde“, gestand sie und betonte das besondere Gemeinschaftsgefühl: „In einer Schule, an der die Kinder nicht in der Masse, sondern im Miteinander aufwachsen.“

Gemeinschaftliches Wachstum seit fünf Jahrzehnten

Die Entwicklung der Schule spiegelt die Veränderungen in der Region wider. Dietlind Stolzmann erinnerte sich an die Zeit, als aus der einzügigen Schule eine dreizügige Einrichtung wurde und alle Lichtenberger Schüler fortan die Fallada-Schule in Feldberg besuchten. An der Feierstunde nahmen neben aktiven Lehrkräften auch pensionierte Pädagogen, Mitglieder des Elternrats, des Fördervereins sowie Gemeindevertreter teil – ein lebendiges Zeugnis der starken Vernetzung der Schule mit ihrem sozialen Umfeld.

Die Hans-Fallada-Schule präsentiert sich auch nach 50 Jahren als modernes, aber traditionsbewusstes Bildungszentrum, das innen wie außen einen ausgezeichneten Eindruck macht. Die Schule wurde vor einem halben Jahrhundert als nagelneue Einrichtung eröffnet und hat sich seither zu einer festen Institution entwickelt, die das Gemeinschaftsleben in der Feldberger Seenlandschaft maßgeblich prägt.

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