Tram-Unfall in Berlin-Lichtenberg: War die Bahn zu schnell?
Tram-Unfall Berlin: War die Bahn zu schnell?

Bei einem schweren Unfall mit einer Straßenbahn der BVG sind am Dienstagvormittag 20 Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Zwölf Personen mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Der Zug vom Typ Flexity, der zur modernsten Baureihe der Berliner Verkehrsbetriebe gehört, entgleiste vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit in einer scharfen Linkskurve im Ortsteil Hohenschönhausen. Die Oberleitung wurde dabei stark beschädigt, die Strecke bleibt mindestens bis Freitag gesperrt.

Wie konnte es zu dem Unfall kommen?

Die genaue Ursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Nach ersten Erkenntnissen war die Straßenbahn in der Kurve, in der nur 10 km/h erlaubt sind, deutlich zu schnell unterwegs. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dort lediglich 10 km/h, was auf die enge Kurvenführung und die besonderen Gegebenheiten der Strecke zurückzuführen ist. Die Ermittler prüfen nun, ob ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder eine Kombination aus beidem zu dem Unfall geführt hat.

Welche Rolle spielt die Technik?

Die Flexity-Straßenbahnen sind mit modernen Sicherheitssystemen ausgestattet, die unter anderem die Geschwindigkeit überwachen und bei Überschreitung eingreifen können. Ob diese Systeme zum Zeitpunkt des Unfalls ordnungsgemäß funktioniert haben, wird derzeit untersucht. Auch die Bremsanlage und die Signaltechnik entlang der Strecke stehen im Fokus der Experten.

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Welche Vorschriften gelten für die Kurve?

Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h in der Linkskurve ist aufgrund der engen Radien und der nahegelegenen Kreuzung festgelegt. Solche Geschwindigkeitsbeschränkungen sind in Berliner Straßenbahnnetz an vielen Stellen üblich, um die Sicherheit der Fahrgäste und anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die Einhaltung wird durch technische Vorrichtungen wie Geschwindigkeitsprüfabschnitte und Fahrerassistenzsysteme unterstützt.

Was sind die nächsten Schritte?

Die Ermittlungen werden von der Polizei und der BVG gemeinsam geführt. Ein Gutachter soll die Unfallstelle genau analysieren und die Daten aus dem Fahrtenschreiber auswerten. Die betroffene Strecke bleibt bis auf Weiteres gesperrt, die BVG hat einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Fahrgäste müssen mit Beeinträchtigungen rechnen. Die Verletzten werden in Krankenhäusern behandelt, über den Zustand der Schwerverletzten gibt es noch keine genauen Informationen.

Der Unfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit im Berliner Nahverkehr auf. Die BVG betont, dass die Wartung und Überwachung der Fahrzeuge und Strecken kontinuierlich erfolgen. Dennoch werden die Ergebnisse der Ermittlungen zeigen, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

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