Peene: Der „Amazonas des Nordens“ – perfekt für Paddelwandern
Peene: Amazonas des Nordens für Paddler

Die Peene in Mecklenburg-Vorpommern trägt den Beinamen „Amazonas des Nordens“ nicht ohne Grund. Der drittlängste Strom des Bundeslandes schlängelt sich auf rund 85 Kilometern vom Kummerower See bis zur Mündung in den Peenestrom bei Anklam durch eine Landschaft aus Mooren, Feuchtwiesen, Schilfgürteln und Erlenbruchwäldern. Für Paddler ist der Fluss ein Glücksfall: Schleusen und Stauwehre gibt es auf der Strecke nicht, und nur in wenigen Orten sind die Ufer befestigt. Künstliche Begradigungen sucht man fast vergeblich. Mit einem Gefälle von gerade einmal 24 Zentimetern ist die Peene wie gemacht für entspannte Wasserwanderungen.

Entstehung des Peenetals

Das Peenetal entstand vor etwa 10.000 Jahren während der letzten Eiszeit. Heute zählt es zu den größten zusammenhängenden Niedermoorgebieten Mittel- und Westeuropas. Seit 2011 steht die rund 200 Quadratkilometer große Landschaft als Naturpark unter besonderem Schutz. Auch die Tierwelt beeindruckt: Wasservögel prägen das Bild entlang des Flusses. Adler, Schwäne, Enten, Möwen, Schwalben, Störche, Teichrohrsänger und Kraniche gehören zu den regelmäßigen Bewohnern. Vor allem die Adler ziehen immer wieder die Blicke der Paddler auf sich.

Startpunkt Loitz für Kajak-Tour

Der kleine Ort Loitz bietet sich als Startpunkt für eine mehrtägige Paddel-Tour über die Peene an, berichtet auch TRAVELBOOK. Von dort aus geht es direkt in die Natur. Motorenlärm verschwindet, stattdessen bestimmen Vogelstimmen die Geräuschkulisse. Menschen werden nun selten. Die Strömung trägt die Boote voran. Weil die Peene durch einen geschützten Naturpark fließt, sind die Möglichkeiten zum Anlanden bewusst eingeschränkt. Die Natur soll möglichst ungestört bleiben.

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Wasserrastplätze und Ende der Tour

Entlang der Peene finden sich zahlreiche Wasserrastplätze. Viele gleichen kleinen Campingplätzen – sie verfügen über gepflegte Toiletten, Duschen, Stromanschlüsse, Küchen und Feuerstellen. Stolpe markiert das Ende einer kurzen Paddel-Tour. Von dort fließt die Peene weiter Richtung Anklam, wird zum Peenestrom und mündet schließlich über den Greifswalder Bodden in die Ostsee.

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