Oberleitungsdiebstahl legt Bahnverkehr in Hannover lahm
Oberleitungsdiebstahl legt Bahnverkehr lahm

Hannover (dpa/lni) - Ein dreister Diebstahl von Oberleitungsteilen hat am Morgen zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr im Osten Hannovers geführt. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurden sogenannte Mastanker gestohlen, was zu Verspätungen und Zugausfällen im Fern-, S-Bahn- und Regionalverkehr führte. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren

Ein Bahnsprecher erklärte: „Die Reparaturarbeiten vor Ort laufen auf Hochtouren. Wir setzen alles daran, dass die Züge in den heutigen Abendstunden dort wieder planmäßig fahren können.“ Der S-Bahn-Betreiber Transdev teilte mit, dass die Störung voraussichtlich bis 18.00 Uhr andauern werde.

Betroffene Fernverkehrsverbindungen

Im Fernverkehr sind mehrere wichtige Strecken betroffen. Konkret handelt es sich um Verbindungen zwischen Aachen und Berlin, Amsterdam und Berlin, Flensburg und Frankfurt, Oberstdorf und Dresden sowie Norddeich Mole und Dresden. Die Züge verkehren entweder verspätet, fallen ganz oder abschnittsweise aus.

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S-Bahn Hannover eingeschränkt

Bei der S-Bahn Hannover sind die Linien S3, S6, S61 und S7 betroffen. Die Bahnen haben Verspätungen, fallen teilweise aus oder bedienen nicht alle Haltestellen.

Regionalexpresslinien ebenfalls betroffen

Auch auf den Regionalexpress-Linien RE2, RE30 und RE70 gibt es Einschränkungen. Der RE2 zwischen Hannover und Göttingen fährt mit starken Verspätungen von bis zu 60 Minuten. Die Züge müssen aufgrund der Überlastung der Strecken auf andere Züge warten oder hinter langsameren Bahnen herfahren. Einige Verbindungen werden nur teilweise bedient, um Verspätungen abzubauen. Die unter der Marke Enno betriebenen Verbindungen des RE30 verkehren nur von Lehrte über Gifhorn nach Wolfsburg. Zwischen Hannover Hauptbahnhof und Lehrte pendeln Ersatzbusse. Die Züge der Westfalenbahn auf der Linie RE70 (Hannover - Braunschweig) fallen bis zum Abend komplett aus.

ICE verlor Stromabnehmer

In der Nacht hatte ein ICE in dem Bereich mit den fehlenden Oberleitungsteilen einen Stromabnehmer abgerissen. Dadurch ist die Fernverkehrsstrecke nur eingleisig befahrbar. ICE werden unter anderem über S-Bahn-Gleise umgeleitet. Nach Informationen von 8.00 Uhr sei der Schaden zudem größer als ursprünglich angenommen. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren.

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