Sperrung der Bonner Friedrich-Ebert-Brücke: Schnieder sagt Hilfe zu
Bonner Brückensperrung: Schnieder sagt Hilfe zu

Seit Mittwoch ist die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn wegen struktureller Schäden voll gesperrt. Nun hat sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) eingeschaltet und schnelle Hilfe zugesichert. Bei einem Ortstermin am Freitag betonte er: „Anspruch ist, hier eine Befahrbarkeit so schnell als möglich sicherzustellen.“

Brücke seit Mittwoch gesperrt

Die Autobahn GmbH hatte die Friedrich-Ebert-Brücke am Mittwochnachmittag kurzfristig und bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt. Grund sind strukturelle Schäden am Tragwerk der Vorlandbrücke am linken Rheinufer. Laut Autobahn GmbH machten diese Schäden eine „unverzügliche Sicherung“ erforderlich. Die Brücke ist Teil der Autobahn 565 und gilt als wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region Bonn/Rhein-Sieg.

Statische Defizite bereits bekannt

Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes, erklärte, dass die statischen Defizite der Brücke schon länger bekannt seien. Bereits im Februar wurde die Brücke für Lastwagen über 7,5 Tonnen gesperrt. Dennoch hätten die Schäden zugenommen. Brandenburger sprach von „Rissbildungen“, die sich verstärkt und geweitet hätten. Zudem gebe es Korrosionsschäden am Betonstahl und an Spanngliedern sowie Risse „in einem kritischen Bereich des Bauwerkes, wo die Spannglieder zusammengekoppelt sind“. Nicht alle Schäden seien von außen sichtbar.

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„Zusammenfassend muss man sagen, das Bauwerk ist ermüdet“, sagte Brandenburger. „Jetzt sind wir an den Punkt gekommen, wo wir keine andere Wahl mehr hatten, aus Verkehrssicherheitsgründen das Bauwerk vom Verkehr komplett zu entlasten.“ Nun müssten weitere Berechnungen und Untersuchungen vorgenommen werden, um zu klären, ob die Brücke noch technisch ertüchtigt werden könne oder dauerhaft gesperrt bleiben müsse.

Zusage von Bundesverkehrsminister Schnieder

Patrick Schnieder versicherte, der Bund werde „mit aller Kraft dafür eintreten, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und so schnell wie möglich Abhilfe hier zu schaffen“. Genutzt würden „alle Beschleunigungsmaßnahmen, die wir nutzen können“. Das Projekt habe Priorität, über die Finanzierung müsse sich niemand Sorgen machen. Brandenburger ergänzte, dass es nun mindestens 14 Tage dauern werde, um genauere Aussagen zum Zustand der Brücke treffen zu können.

Die Sperrung der Friedrich-Ebert-Brücke hat weitreichende Auswirkungen auf den Verkehr in der Region. Autofahrer müssen mit erheblichen Umleitungen und Staus rechnen. Die Behörden arbeiten unter Hochdruck an Lösungen, um die Verkehrssituation zu entschärfen.

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