Bahnstrecke Berlin–Hamburg ab Juni befahrbar – aber langsamer
Berlin–Hamburg: Bahnstrecke ab Juni befahrbar

Bahnstrecke Berlin–Hamburg: Wiedereröffnung Mitte Juni mit Einschränkungen

Für Reisende zwischen Berlin und Hamburg endet Mitte Juni eine lange Leidenszeit: Die Generalsanierung der Schnellstrecke steht kurz vor dem Abschluss. Ab dem 14. Juni werden die Züge wieder auf der Strecke unterwegs sein. Allerdings müssen sich Fahrgäste sowohl in der Anfangszeit als auch langfristig auf langsamere Verbindungen einstellen.

Geschwindigkeitseinschränkungen in den ersten zwei Wochen

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass Fernzüge in den ersten zwei Wochen nach der Wiedereröffnung etwas langsamer fahren werden. Grund dafür sind die Abnahme der neuen Signal- und Stellwerkstechnik sowie Belastungs- und Abnahmefahrten. Abschnittsweise sind daher Geschwindigkeitseinschränkungen erforderlich, die im Minutenbereich liegen.

Verzögerungen wegen hartem Winter

Die Generalsanierung begann am 1. August 2025 und sollte ursprünglich Ende April abgeschlossen sein. Aufgrund des harten Winters verzögerten sich die Bauarbeiten jedoch, sodass die Wiederinbetriebnahme nun auf den 14. Juni verschoben wurde. Die Bahn erklärte, dass ab diesem Tag alle Nahverkehrsverbindungen wieder nach regulärem Fahrplan verkehren und der Busersatzverkehr endet. Auch die Kapazitäten für den Güterverkehr zwischen Hamburg und Berlin sind vollständig wiederhergestellt.

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Fahrplananpassungen bis Ende Juni

Die Fernzüge müssen zunächst langsamer fahren. Die Bahn passt in Abstimmung mit Fernverkehrsanbietern die Fahrpläne vorsorglich bis zum 30. Juni im Minutenbereich an. So soll ab dem ersten Betriebstag ein stabiles und zuverlässiges Angebot gewährleistet sein. Alle geplanten Züge fahren in voller Kapazität. Reisende sollten sich kurz vor Fahrtantritt über die elektronische Reiseauskunft auf bahn.de oder in der App DB Navigator über ihre gebuchte Verbindung informieren.

Restarbeiten an Bahnhöfen

An einigen Bahnhöfen entlang der Strecke werden noch Restarbeiten ausgeführt, die aufgrund der witterungsbedingten Einschränkungen zu Beginn des Jahres nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Die Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, diese Arbeiten schnellstmöglich zu beenden.

Dauerhaft langsamere Verbindungen

Bereits im Februar berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass die Fernzüge auch dauerhaft langsamer unterwegs sein werden als vor der monatelangen Sperrung. Jahrelang betrug die schnellste Verbindung 103 Minuten. Unmittelbar vor der mindestens 2,2 Milliarden Euro teuren Korridorsanierung erhöhte die Bahn die Fahrzeit 2025 um zwei Minuten. Nach Abschluss der Bauarbeiten kommen noch einmal zwei Minuten hinzu, sodass der schnellste ICE die Strecke künftig in 107 Minuten zurücklegt. Die Bahn hatte diese Zahlen zunächst dementiert, auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung dann aber eingeräumt.

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