Berliner Stadtbahn gesperrt: Das müssen Fahrgäste wissen
Berliner Stadtbahn gesperrt: Was Fahrgäste wissen müssen

Berliner Stadtbahn gesperrt: Bauarbeiten ab Sonntag

Ab Sonntag wird auf der Berliner Stadtbahn, der wichtigen Ost-West-Verbindung durch die Hauptstadt, sechs Monate lang gebaut. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf den Regional- und Fernverkehr. Die S-Bahn ist laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bis auf drei Wochenenden und einige Abende nicht betroffen und fährt wie gewohnt, allerdings dürften die Züge deutlich voller werden.

Zusätzlich wird ab Oktober die Strecke zwischen Berlin und Lehrte (Verbindung Richtung Hannover) umfangreich saniert. Fahrgäste sollten sich auf längere Reisezeiten und Umleitungen einstellen.

S-Bahnverkehr: Weitgehend normal, aber voller

Die Linien S3, S5, S7, S75 und S9 fahren zwischen Sonntag und dem 12. Dezember auf der Stadtbahn im gewohnten Takt. Allerdings werden die Züge voraussichtlich voller sein, da viele Fahrgäste auf die S-Bahn ausweichen, um von Ost nach West durch die Stadt zu gelangen.

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An drei Wochenenden im Sommer ist jedoch auch der S-Bahnverkehr unterbrochen: vom 26. bis 29. Juni, vom 24. bis 27. Juli und vom 31. Juli bis 3. August. Die Unterbrechungen gelten jeweils von Freitagabend 22:00 Uhr bis zur Nacht auf Montag. Betroffen ist der Bereich zwischen Zoologischer Garten und Friedrichstraße. Es wird ein Ersatzverkehr mit zwei Buslinien eingerichtet: S7A zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten sowie S7B zwischen Hauptbahnhof und Zoologischer Garten.

Regionalverkehr: Große Einschränkungen

Die Bauarbeiten haben massive Auswirkungen auf den Regionalverkehr. Grundsätzlich gilt: Zwischen Berlin-Charlottenburg und Ostbahnhof fahren vom 14. Juni bis zum 12. Dezember 2026 keine Regionalzüge.

  • RE1 und RE7 beginnen und enden an den Bahnhöfen Charlottenburg und Ostbahnhof.
  • RE2 (Hennigsdorf–Cottbus) wird von Spandau aus über Gesundbrunnen und Ostkreuz umgeleitet.
  • RB21 fährt von Potsdam über Spandau nach Charlottenburg und nicht mehr zum Gesundbrunnen. Ab 2. Oktober erhält die RB21 eine völlig neue Linienführung: von Priort über Potsdam, Berlin-Charlottenburg und Spandau weiter nach Hennigsdorf.
  • RE6 fährt bis 1. Oktober unverändert, entfällt aber ab 2. Oktober zwischen Hennigsdorf und Berlin-Charlottenburg. Die veränderte RB21 dient als Ersatz.
  • RE4 und RB14 werden bis 1. Oktober in Berlin-Spandau durchgebunden: Die Züge des RE4 aus Berlin Hbf kommend ändern in Berlin-Spandau ihre Liniennummer zu RB14 und fahren weiter bis Nauen – kein Umstieg nötig. Ab 2. Oktober entfällt der RE4 zwischen Berlin-Spandau und Stendal Hbf, ebenso die RB14 zwischen Spandau und Berlin Ostbahnhof.
  • RB10 entfällt bis 1. Oktober bis auf einzelne nächtliche Fahrten komplett. Ab 2. Oktober fährt die Linie zwischen Nauen und Rangsdorf.

Die Anbindung zum Flughafen BER sei während der Bauarbeiten sichergestellt, betonte die Bahn. Der Flughafenexpress FEX fährt wie gewohnt vom Untergeschoss des Hauptbahnhofs über Südkreuz bis zum BER.

Fernverkehr: Umleitungen und geänderte Halte

Im Fernverkehr fahren die ICE-Züge von und nach Düsseldorf bzw. Köln vom Hauptbahnhof aus über Südkreuz. Die Eurocity-Züge von und nach Polen starten und enden am Bahnhof Gesundbrunnen über Lichtenberg. Die Intercity-Züge zwischen Dresden und Rostock über Berlin werden über das Ostkreuz umgeleitet. Bei der Verbindung zwischen Berlin und Hamburg entfällt der Halt in Spandau.

Für Fahrgäste nach Nordrhein-Westfalen wird die Lage ab Oktober mit Beginn der Generalsanierung Berlin–Lehrte noch schwieriger. Details zum Umleitungskonzept für den Verkehr sind noch nicht bekannt.

Die Bauarbeiten im Detail

Die Bahn führt zwischen dem 14. Juni und dem 12. Dezember unter anderem Brücken- und Gleisarbeiten am Hauptbahnhof und an der Station Zoologischer Garten durch. „Weiterhin tauschen die Bautrupps entlang der Stadtbahn beispielsweise Schienenbefestigungen aus, setzen Weichen und das Entwässerungssystem instand, reinigen die Gleise und arbeiten an der Oberleitung“, hieß es. Am Berliner Hauptbahnhof wird zudem ein neues Weichentrapez eingebaut. Vier neue Weichen sollen den Gleiswechsel und den Wechsel der Fahrtrichtung zwischen zwei Gleisen erleichtern.

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