Nach wochenlangem Einsatz beim Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Bergen im Landkreis Traunstein rücken die Feuerwehren ab. Der Feuerwehreinsatz endet offiziell einen Monat nach dem Ausbruch des Brandes. In den kommenden Tagen soll die umfangreiche Löschinfrastruktur am Berg zurückgebaut werden, wie die Gemeinde Ruhpolding mitteilte.
Stabile Lage als Grundlage für den Rückzug
Die Entscheidung basiert auf der anhaltend stabilen Lage. Bei mehreren Kontrollflügen mit Wärmebildkameras wurden keine Glutnester mehr festgestellt. Auch Bodenkontrollen verliefen ohne Befund. Die jüngsten Niederschläge haben die Situation zusätzlich entspannt.
Großeinsatz zum Abbau von Schläuchen und Pumpen
Mehr als 100 Einsatzkräfte sollen beim Abbau von Schläuchen, Pumpen und weiterem Material helfen. Ein Teil der Ausrüstung wird mit Hubschraubern aus schwer zugänglichem Gelände ausgeflogen. Die Löschinfrastruktur war bewusst über die eigentlichen Löscharbeiten hinaus vor Ort belassen worden, um bei einem möglichen Wiederaufflammen von Glutnestern jederzeit schnell reagieren zu können.
Mit voraussichtlichem Abschluss der Arbeiten am 6. Juni endet der Feuerwehreinsatz offiziell. Die Verantwortung für die betroffenen Flächen geht dann wieder vollständig auf die Bayerischen Staatsforsten als Grundstückseigentümer über.
Gefahr im Wald nicht ganz gebannt
Das Betretungsverbot für das Gebiet bleibt zunächst bestehen. Die betreffende Allgemeinverfügung soll aber zum 9. Juni angepasst und der Sperrbereich verkleinert werden. Eine vollständige Aufhebung ist wegen anhaltender Gefahren durch Steinschlag sowie umstürzende Bäume und Äste noch nicht möglich.
Der Waldbrand war Anfang Mai ausgebrochen. Zuvor herrschte extreme Trockenheit. Hunderte Kräfte kämpften teilweise gegen die Flammen in dem unwegsamen Gelände; Hubschrauber löschten aus der Luft. Die genaue Brandursache ist weiter unklar.



