Buckelwal-Obduktion: Ministerium und Museum verfolgen aus der Ferne
Buckelwal-Obduktion aus der Ferne verfolgt

Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern wird die für den Nachmittag geplante Obduktion des verendeten Buckelwals am Strand der dänischen Insel Anholt aus der Ferne verfolgen. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass man mit den zuständigen Behörden vor Ort in Kontakt stehe.

Backhaus begrüßt weitere Untersuchungen

Umweltminister Till Backhaus (SPD) begrüßte die geplante Untersuchung in einer Mitteilung: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass nun weitere Erkenntnisse zum Zustand des Tieres gewonnen werden. Die Untersuchung kann helfen, offene Fragen zu seinem Gesundheitszustand, möglichen Vorerkrankungen und den Ursachen seines Verendens zu beantworten.“

Meeresmuseum zeigt wissenschaftliches Interesse

Auch das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund sowie die Umweltschutzorganisation Greenpeace werden die Obduktion per Livestream verfolgen, obwohl sie nicht vor Ort sind. Eine Sprecherin des Museums erklärte: „Wir werden um die Ergebnisse der Obduktion bitten. Wir haben zwar kein Recht darauf, aber es ist von wissenschaftlichem Interesse.“

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Kritische Analyse der Abläufe angekündigt

Minister Backhaus kündigte an, die Ergebnisse der Untersuchung und weiterer Auswertungen sorgfältig zu prüfen. „Unser Ziel ist nicht die Rechtfertigung vergangener Entscheidungen. Unser Ziel ist es, die Abläufe kritisch zu analysieren und künftig besser vorbereitet zu sein“, so der Minister.

Tracker an private Initiative übergeben

Der an dem Wal befestigte Tracker wurde laut Ministerium an die private Rettungsinitiative übergeben. „Der Tracker selbst sowie die zugehörigen Rohdaten stehen im Eigentum der Initiative. Über eine Veröffentlichung der Rohdaten entscheidet daher grundsätzlich die Initiative“, heißt es in der Mitteilung. Eine Vereinbarung mit der Initiative sehe vor, dass dem Ministerium ein vollständiger Zugriff auf die durch den Tracker erzeugten Daten eingeräumt wird. Beide Seiten können die Daten unabhängig voneinander sowie durch sachverständige Dritte oder wissenschaftliche Einrichtungen auswerten lassen.

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