Baggersee in Hördt: Toter Wels sorgt für Großeinsatz der Rettungskräfte
Baggersee Hördt: Toter Wels löst Großeinsatz aus

Großeinsatz am Baggersee in Hördt

Am Morgen des 4. Juni 2026 löste eine Radfahrerin einen Großeinsatz der Rettungskräfte am Baggersee nahe der Hördter Rheinaue im Landkreis Germersheim aus. Die Frau hatte gegen 9 Uhr eine vermeintlich hilflose Person im Wasser gesichtet und sofort den Notruf gewählt. Daraufhin wurden Polizei, Feuerwehr, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie der Rettungsdienst alarmiert. Auch ein Polizeihubschrauber stieg in die Luft, um die Suche aus der Vogelperspektive zu unterstützen.

Stundenlange Suche mit modernster Technik

Die Einsatzkräfte durchkämmten den See systematisch. Taucher der DLRG suchten das trübe Wasser ab, während Ortungsgeräte zum Einsatz kamen. Die Suche gestaltete sich schwierig, da die Sicht unter Wasser eingeschränkt war. Dennoch gaben die Helfer nicht auf und setzten die Aktion über mehrere Stunden fort. Die Polizei koordinierte die Maßnahmen und hielt die Öffentlichkeit auf dem Laufenden.

Entwarnung: Keine Person, sondern ein toter Fisch

Nach intensiver Suche konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Die Ortungsgeräte und Taucher stießen auf einen Kadaver eines Welses, der aufgrund seiner Größe und Form von der Radfahrerin fälschlicherweise für eine Person gehalten worden war. Der tote Fisch wurde geborgen, und die Suche wurde eingestellt. Die Polizei betonte, dass es sich um einen bedauerlichen, aber verständlichen Irrtum handelte. Die Radfahrerin handelte aus Sorge um ein Menschenleben völlig richtig, indem sie den Notruf wählte.

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Der Einsatz war umfangreich: Neben den genannten Kräften waren auch mehrere Fahrzeuge und Boote im Einsatz. Die Kosten für den Großeinsatz werden auf mehrere tausend Euro geschätzt. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, bei verdächtigen Beobachtungen stets den Notruf zu wählen, auch wenn sich die Lage im Nachhinein als Fehlalarm herausstellt.

Der Baggersee in Hördt ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird regelmäßig von Anglern und Erholungssuchenden besucht. Der tote Wels, der die Verwechslung auslöste, war vermutlich mehrere Meter lang und wog einige hundert Kilogramm. Solche Fische kommen in der Region vor, sind aber selten. Die genauen Umstände des Todes des Welses sind unklar.

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