Hamburg: 80 Kilo Kokain beschlagnahmt – Acht Verdächtige festgenommen
80 Kilo Kokain in Hamburg beschlagnahmt

Großer Drogenfund in Hamburg: Polizei beschlagnahmt über 80 Kilogramm Kokain

Die Hamburger Polizei hat einen mutmaßlich bandenmäßig organisierten Kokainhandel in großem Stil aufgedeckt. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wurden bereits am Montag in Hamburg-Wilhelmsburg sieben Männer und eine Frau vorläufig festgenommen. Bei dem Einsatz stellten die Ermittler mehr als 80 Kilogramm Kokain sicher. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, gemeinschaftlich mit nicht geringen Mengen Kokain gehandelt zu haben. Die weiteren Ermittlungen werden vom Drogendezernat des Landeskriminalamts (LKA 62) in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft geführt.

Hintergründe des Zugriffs

Ausgangspunkt des Polizeieinsatzes waren laufende Ermittlungen gegen eine Gruppe von insgesamt acht Verdächtigen. Dabei handelt es sich um sieben Männer im Alter von 20 bis 49 Jahren sowie eine 22-jährige Frau. Unter den Männern befinden sich drei deutsche Staatsangehörige (20, 23 und 30 Jahre alt), zwei Bulgaren (20 und 49 Jahre), ein 45-jähriger Türke und ein 22-jähriger Afghane. Die Frau ist deutsche Staatsbürgerin. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, arbeitsteilig beim Kokainhandel vorgegangen zu sein.

Ablauf des Einsatzes

Am Montagvormittag beobachteten die Ermittler, wie im Stadtteil Wilhelmsburg zwei Paletten einer Frachtsendung von einem Lastwagen abgeladen und umgeladen wurden. Anschließend wurde die Ladung an einem anderen Ort umgepackt. In diesem Moment griffen die Einsatzkräfte zu und nahmen sechs Männer vorläufig fest. Dabei versuchten einige Verdächtige zu flüchten, woraufhin ein Beamter einen Warnschuss in die Luft abgab. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

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Entscheidender Fund

Bei der Kontrolle der Frachtsendung entdeckten die Einsatzkräfte in den Paletten rund 80 Kilogramm Kokain. Die Drogen wurden sichergestellt. Für die Ermittler stellt dies einen bedeutenden Schlag gegen den mutmaßlichen Drogenhandel in Hamburg dar.

Durchsuchung in Eimsbüttel

Zeitgleich vollstreckten weitere Beamte in Eimsbüttel einen Durchsuchungsbeschluss, den das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen hatte. Dort nahmen die Einsatzkräfte die 22-jährige Frau sowie einen 20-jährigen Deutschen vorläufig fest. In der Wohnung fanden die Polizisten unter anderem 71 Verpackungseinheiten mit Kokain sowie rund 1000 Euro Bargeld. Auch diese Gegenstände wurden sichergestellt.

Weitere Maßnahmen

Im weiteren Verlauf wurden die Tatverdächtigen polizeilichen Maßnahmen unterzogen. Der 20-jährige Deutsche aus der Wohnung in Eimsbüttel wurde anschließend wieder entlassen. Gegen die übrigen Verdächtigen wird weiter ermittelt. Ein Haftrichter erließ inzwischen Haftbefehle gegen sechs Männer. Bei der 22-jährigen Frau konnte sich der Tatverdacht nach Polizeiangaben nicht erhärten, sodass sie wieder auf freien Fuß kam.

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